
Merida eSilex – E-Gravelbikes mit Mahle-Nabenmotor
Das Merida eSilex ist Meridas E-Gravelbike – und einer der überzeugendsten Vertreter im Segment der Light-Assist-E-Bikes. Es verbindet die Gravel-DNA des klassischen Silex mit dezenter elektrischer Unterstützung: ein Mahle X30 Hinterrad-Nabenmotor mit 45 Nm, ein im Unterrohr integrierter 237-Wh-Akku, ein dreifach konifizierter Aluminiumrahmen mit Carbon-Gabel. Gesamtgewicht rund 14,4 kg – kaum mehr als ein unmotorisiertes Gravelbike.
Der Mahle X30 unterstützt natürlich und unaufdringlich. Du spürst die Hilfe am Berg und gegen den Wind, ohne dass sich das Rad wie ein klassisches E-Bike anfühlt. Ist der Motor aus oder fährst du über 25 km/h, rollt das eSilex praktisch ohne spürbaren Motorwiderstand weiter. Gedacht für alle, die ihr Gravel-Erlebnis behalten wollen, sich aber größere Touren, längere Tagesetappen und mehr Höhenmeter zutrauen.
Welches eSilex passt zu dir?
Beide Modelle fahren denselben Motor und denselben Akku. Der Unterschied liegt in Laufradgröße und Antrieb – und damit im Charakter:
eSILEX 400 – 700C-Laufräder und Shimano GRX in Zweifach-Ausführung. Rollt auf Asphalt und festem Schotter leichter, feinere Gangabstufung für lange Strecken. Die Wahl, wenn ein guter Teil deiner Kilometer über Straße führt.
eSILEX+ 600 – 650B-Laufräder mit mehr Reifenvolumen und Einfachantrieb ohne Umwerfer. Mehr Grip, mehr Dämpfung, weniger Technik, die im Dreck klemmt. Die Wahl fürs Gelände und für Bikepacking.
Die ehrlichste Entscheidungshilfe ist keine Ausstattungsliste, sondern eine Frage: Wie viel Prozent deiner Kilometer sind Asphalt? Über der Hälfte spricht für das 400, darunter für das 600. Unten auf dieser Seite findest du den ausführlichen Vergleich, eine ehrliche Einordnung zur Reichweite und die Antwort auf die Frage, warum ein Nabenmotor an einem Gravelbike Sinn ergibt.
Du willst es ausprobieren statt lesen? Komm zur Probefahrt in unseren Store in Schwäbisch Gmünd – wir klären mit dir 650B oder 700C, eSilex oder unmotorisiertes Silex und die passende Rahmengröße. Telefonisch unter 07171 929 556.
eSILEX 400 gegen eSILEX+ 600 – der Vergleich im Detail
Beide Modelle teilen sich Rahmen, Carbongabel und Antrieb: Mahle ebikemotion X30 mit 45 Nm im Hinterrad, 237-Wh-Akku im Unterrohr. Wer also annimmt, die höhere Zahl bedeute mehr Motor oder mehr Reichweite, liegt falsch. Unterschieden wird über zwei Bauteile – und die verändern den Charakter des Rads mehr, als es die Modellnummern vermuten lassen.
Die Laufradgröße. Das eSILEX 400 fährt 700C, also die klassische Rennrad- und Gravelgröße mit rund 40 mm breiten Reifen. Ein größeres Laufrad überrollt Unebenheiten flacher und hält die Geschwindigkeit besser – auf Asphalt und festem Schotter rollt es dadurch spürbar leichter. Das eSILEX+ 600 fährt 650B: kleinerer Durchmesser, dafür deutlich mehr Reifenvolumen. Mehr Volumen heißt, du kannst mit weniger Luftdruck fahren, und niedriger Druck ist auf Waldboden, Wurzeln und grobem Schotter der wirksamste Komfort, den es überhaupt gibt. Zusätzlich sinkt das Tretlager relativ zur Achse, was das Rad im Gelände ruhiger macht.
Der Antrieb. Das 400 hat zwei Kettenblätter vorn. Das ergibt engere Sprünge zwischen den Gängen – wer lange gleichmäßige Strecken fährt, findet damit fast immer die passende Trittfrequenz, statt zwischen zwei Gängen hin- und herzuspringen. Das 600 fährt einen Einfachantrieb ohne Umwerfer. Die Bandbreite ist ähnlich groß, die Sprünge sind größer, dafür entfällt ein Bauteil, das im Dreck klemmen kann, und die Bedienung wird simpler: ein Hebel, eine Reihe.
Praktisch heißt das: Das 400 ist das schnellere Rad für gemischte Strecken mit Straßenanteil, das 600 das gutmütigere fürs Gelände und für beladene Touren. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte weniger auf die Ausstattungsliste schauen als auf die eigenen letzten zehn Ausfahrten.
eSilex, eSILEX+ oder eSilex Plus – was stimmt?
Alle drei Schreibweisen begegnen einem, und sie meinen dasselbe. Das Plus gehört zum Modellnamen der 600er-Reihe – Merida führt sie als eSILEX+ 600, während das kleinere Modell schlicht eSILEX 400 heißt. Ein „eSilex 600" ohne Plus und ein „eSilex+ 600" sind also dasselbe Rad, nur unterschiedlich geschrieben.
Was du dagegen wirklich unterscheiden solltest, ist die Antriebsgeneration. Frühere Modelljahre fuhren mit dem Mahle X35+ und einem 250-Wh-Akku bei 40 Nm, die aktuellen mit dem Mahle X30, 237 Wh und 45 Nm. Wenn dir beim Vergleich von Angeboten die Wattstunden nicht zusammenpassen wollen, liegt es fast immer daran – und nicht an einem Tippfehler. Frag im Zweifel bei uns nach, wir sagen dir, welche Generation vor dir steht.
Reichweite: 237 Wh klingen wenig – und sind es nicht
Das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird, und sie verdient eine ehrliche Antwort statt einer Wunschzahl. 237 Wh sind rund ein Drittel dessen, was ein E-Mountainbike mit Mittelmotor mitbringt. Der Vergleich führt aber in die Irre, weil hier drei Dinge anders sind: Das Rad wiegt mit gut 14 kg etwa die Hälfte, der Nabenmotor unterstützt sanft statt schiebend, und du fährst auf Gravelreifen statt auf Stollen. Der Verbrauch pro Kilometer liegt damit deutlich niedriger.
Was die Reichweite tatsächlich bestimmt, sind vier Größen: die gewählte Unterstützungsstufe, die Höhenmeter, das Gesamtgewicht inklusive Gepäck und die Temperatur. Wer das eSilex als Rückenwind für die letzten Anstiege nutzt und den Rest selbst tritt, kommt sehr weit. Wer dauerhaft in der höchsten Stufe fährt, nicht. Deshalb nennen wir hier bewusst keine Kilometerzahl – sag uns lieber, wie deine typische Tour aussieht, dann ordnen wir das für dich ein.
Für die Ausnahme gibt es eine saubere Lösung: Mahle bietet einen extern montierten Range Extender mit rund 210 Wh, der im Flaschenhalter mitfährt und die Kapazität nahezu verdoppelt. Der eigentliche Vorteil dieses Konzepts liegt darin, dass er nur mitmuss, wenn du ihn brauchst – an allen anderen Tagen bleibt das Rad leicht.
Warum ein Nabenmotor an einem Gravelbike Sinn ergibt
Ein Mittelmotor sitzt zwischen den Kurbeln und zwingt zu einer breiteren Kurbelposition – der sogenannte Q-Faktor wächst, und bei einem Rad, auf dem man Stunden am Stück tritt, spürt man das in Knien und Hüfte. Der Mahle-Motor sitzt stattdessen in der Hinterradnabe. Dadurch bleibt die Kurbel dort, wo sie an einem unmotorisierten Gravelbike auch wäre, und du kannst sogar eine Leistungsmesskurbel fahren.
Der zweite Punkt betrifft den Antriebsstrang: Ein Nabenmotor leitet seine Kraft direkt ins Laufrad, nicht über die Kette. Kette, Kassette und Schaltwerk sehen also dieselbe Belastung wie an einem Rad ohne Motor – kein beschleunigter Verschleiß, keine Sonderteile, kein E-Bike-Aufpreis beim Ersatz. Und ist der Akku leer, fährst du weiter wie auf einem Gravelbike mit etwas Zuladung, weil der Motor im unterstützungsfreien Betrieb keinen nennenswerten Widerstand erzeugt. Bedient wird alles über den iWoc-Taster im Oberrohr, der die Unterstützungsstufe per Farbe zurückmeldet; über die Mahle-App lässt sich das Fahrgefühl zusätzlich feinjustieren. Der Motor arbeitet dabei so leise, dass man ihn bei Windstille kaum wahrnimmt.
Häufige Fragen zum Merida eSilex
Was ist der Unterschied zwischen eSILEX 400 und eSILEX+ 600? Nicht der Motor – der ist identisch. Das 400 fährt 700C mit Zweifachantrieb und rollt schneller, das 600 fährt 650B mit Einfachantrieb und ist geländetauglicher.
Wie weit komme ich mit einer Akkuladung? Das hängt von Unterstützungsstufe, Höhenmetern, Zuladung und Temperatur ab. Mit dem optionalen Range Extender kommen rund 210 Wh dazu. Ruf uns an, dann rechnen wir es für deine Strecke durch.
Was bedeutet das Plus bei eSILEX+? Es gehört zum Modellnamen der 600er-Reihe. Ein „eSilex 600" und ein „eSilex+ 600" sind dasselbe Rad.
Merkt man den Motor, wenn der Akku leer ist? Kaum. Ein Nabenmotor erzeugt im unterstützungsfreien Betrieb praktisch keinen Widerstand, und mit gut 14 kg fährt sich das eSilex dann wie ein Gravelbike mit etwas Gepäck.
eSilex oder unmotorisiertes Silex? Wenn du dir bei deinen Touren regelmäßig mehr Höhenmeter oder längere Etappen wünschst, als du derzeit fährst, lohnt der Motor. Wenn du zufrieden bist, wie du fährst, sparst du mit dem Silex Gewicht und Geld.
Kann ich Schutzbleche und Gepäckträger montieren? Rahmen und Gabel haben zahlreiche Befestigungspunkte, das eSilex ist ausdrücklich fürs Bikepacking gedacht. Beachte die Reifenfreiheit – mit Schutzblech passen schmalere Reifen als ohne.
Welche Rahmengröße passt? Ruf uns an unter 07171 929 556 oder komm zur Probefahrt nach Schwäbisch Gmünd. Bei einem Rad mit sportlicher Sitzposition entscheidet die Größe darüber, ob die letzten dreißig Kilometer Spaß machen.
Das unmotorisierte Schwestermodell findest du beim Merida Silex, weitere motorisierte Schotterräder in der Kategorie E-Gravelbikes. Das übrige Sortiment steht in der Merida Markenwelt. Beratung, Probefahrt, Aufbau und Service übernimmt unser Store mit Werkstatt in Schwäbisch Gmünd.



