Rennradhelme
Rennradhelme müssen leicht sein, gut belüften und auch nach Stunden im Sattel bequem sitzen. Bei uns findest du Modelle von Specialized, Kask, Abus und Lazer – vom federleichten Kletterhelm bis zum windschnittigen Aero-Helm, viele mit MIPS- oder KinetiCore-Rotationsschutz. Zur richtigen Größe und Passform beraten wir dich gerne persönlich in Schwäbisch Gmünd.
Rennradhelm-Kaufberatung: So findest du den richtigen Helm
Der richtige Rennradhelm ist ein Kompromiss aus drei Dingen: geringem Gewicht, guter Belüftung und maximalem Schutz. Welchen Schwerpunkt du setzt, hängt davon ab, wie und wo du fährst. Ein Bergfahrer braucht etwas anderes als ein Zeitfahrer, ein Sommer-Vielfahrer etwas anderes als jemand, der bei jedem Wetter pendelt. Dieser Ratgeber führt dich durch die Entscheidung – und wenn du danach noch unsicher bist, hilft dir unser Team in Schwäbisch Gmünd persönlich weiter.
Die drei Helm-Typen im Rennradbereich
Allround- und Kletterhelme
Das ist die häufigste Wahl und für die meisten Fahrer die richtige. Diese Helme setzen auf maximale Belüftung und geringes Gewicht. Große Lüftungsöffnungen führen den Fahrtwind über den Kopf und halten ihn auch an heißen Tagen und langen Anstiegen kühl. Modelle wie der Kask Valegro oder der Specialized Prevail sind Klassiker dieser Kategorie: leicht, luftig, komfortabel. Wenn du hauptsächlich Touren, Trainingsrunden und Bergfahrten machst, ist ein Allround-Helm die beste Wahl.
Aero-Helme
Aero-Helme schließen einen Teil der Lüftungsöffnungen, um den Luftwiderstand zu senken. Bei hohem Tempo bringt das messbare Wattersparnis – interessant für Rennfahrer, Kriteriumsfahrer und alle, die auf Zeit fahren. Der Kompromiss: Sie belüften schlechter und werden bei Hitze und langsamer Fahrt schnell warm. Der Abus GameChanger ist ein bekannter Vertreter. Für den Alltag ist ein reiner Aero-Helm meist zu speziell, für ambitionierte Wettkämpfe dagegen ein echter Vorteil.
Zeitfahr- und Triathlon-Helme
Die Spezialisten unter den Rennradhelmen. Mit langem Heck und geschlossener Schale sind sie kompromisslos auf Aerodynamik getrimmt – oft mit Visier statt Brille. Modelle wie der Lazer Victor oder Volante zielen genau auf Zeitfahren und Triathlon. Außerhalb dieser Disziplinen sind sie unpraktisch, in ihnen unschlagbar.
Schutzsysteme: MIPS, KinetiCore und Co.
Ein Helm schützt bei einem geraden Aufprall gut – aber die meisten Stürze passieren schräg. Dabei wirken Rotationskräfte auf das Gehirn, die klassische Helme kaum abfangen. Moderne Schutzsysteme setzen genau hier an.
MIPS
Das Multi-Directional Impact Protection System ist eine reibungsarme Schicht im Helminneren, die sich bei einem Aufprall um 10 bis 15 mm gegen die Schale verschiebt. Diese Gleitbewegung leitet einen Teil der Rotationsenergie ab, bevor sie den Kopf erreicht. MIPS ist der verbreitetste Standard und steckt in vielen Helmen von Specialized und Abus.
KinetiCore
Lazers eigene Lösung arbeitet ohne separate Gleitschicht. Stattdessen sind Schaumstoffblöcke in die Helmschale integriert, die bei einem Schrägaufprall kontrolliert brechen und so Rotationskräfte abbauen. Der Vorteil: kein zusätzliches Bauteil, oft geringeres Gewicht und bessere Belüftung. KinetiCore-Helme wie der Lazer Vento oder Z1 haben in unabhängigen Tests sehr gut abgeschnitten.
Woran erkenne ich einen sicheren Helm?
Jeder in der EU verkaufte Fahrradhelm muss die Norm EN 1078 erfüllen – das ist die gesetzliche Mindestanforderung. Darüber hinaus lohnt ein Blick auf den unabhängigen Virginia-Tech-Helmtest, der Helme mit ein bis fünf Sternen bewertet. Fünf Sterne stehen für die beste Schutzwirkung. Mehrere Specialized-Modelle erreichen diese Bestnote.
Die richtige Größe finden
Der beste Helm nützt nichts, wenn er nicht passt. Und Passform ist bei Helmen individueller, als viele denken: Zwei Marken mit derselben Größenangabe können sich am Kopf völlig unterschiedlich anfühlen, weil die Kopfform – rund oder oval – mit hineinspielt.
Kopfumfang messen
Leg ein Maßband etwa einen Finger breit über den Augenbrauen um den Kopf, an der breitesten Stelle. Der gemessene Umfang in Zentimetern ist dein Ausgangspunkt. Die meisten Rennradhelme decken mit S, M und L Bereiche zwischen etwa 50 und 63 cm ab. Liegst du zwischen zwei Größen, nimm im Zweifel die kleinere – die Verstellsysteme geben nach oben mehr Spielraum als nach unten.
Richtig sitzen
Der Helm gehört waagerecht auf den Kopf, die Vorderkante etwa zwei Finger breit über der Nasenwurzel – nicht nach hinten geschoben, wo die Stirn ungeschützt bleibt. Bei geöffnetem Kinnriemen und leichtem Kopfschütteln darf er nicht verrutschen. Die seitlichen Riemen bilden ein Y unter dem Ohr, der Kinnriemen lässt gerade noch einen Finger Platz.
Warum Anprobe hilft
Online lässt sich die Größe eingrenzen, aber nicht die Kopfform. Wenn du die Möglichkeit hast, probier den Helm auf – bei uns in Schwäbisch Gmünd kannst du mehrere Modelle vergleichen und wir prüfen den Sitz gemeinsam. Das ist besonders sinnvoll, wenn du zwischen zwei Größen liegst oder zum ersten Mal einen Rennradhelm kaufst.
Belüftung, Gewicht und Komfort
Gewicht: Moderne Rennradhelme wiegen zwischen 200 und 300 Gramm. Auf langen Anstiegen und über Stunden macht sich jedes eingesparte Gramm am Nacken bemerkbar. Kletterhelme sind hier führend.
Belüftung: Die Zahl und Anordnung der Lüftungsöffnungen entscheidet, wie kühl du bleibst. Mehr Öffnungen bedeuten bessere Kühlung, aber tendenziell weniger Aerodynamik. Interne Luftkanäle leiten den Fahrtwind gezielt über die Kopfhaut.
Verstellsystem: Ein gutes Drehrad im Nacken lässt sich auch mit Handschuhen fein justieren und hält den Helm bei Erschütterungen an Ort und Stelle. Achte auf eine höhenverstellbare Aufnahme – sie entscheidet oft über den perfekten Sitz.
Sichtbarkeit: Reflektierende Elemente oder integrierte Rücklichter erhöhen deine Sichtbarkeit in der Dämmerung. Für Pendler ein echtes Sicherheitsplus.
Marken bei Nubuk Bikes
Specialized – von Align bis Prevail, viele Modelle mit MIPS und Fünf-Sterne-Bewertung im Virginia-Tech-Test. Das komplette Sortiment in unserer Specialized Markenwelt.
Kask – italienische Verarbeitung und der Valegro als Klassiker unter den leichten Kletterhelmen. Charakteristisch: das Lederkinnband und die WG11-Prüfung gegen Rotationskräfte.
Abus – deutsche Marke mit breitem Programm vom belüfteten AirBreaker bis zum aerodynamischen GameChanger. Solide Verarbeitung und durchdachte Verstellsysteme.
Lazer – belgische Traditionsmarke mit dem eigenen KinetiCore-Rotationsschutz. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und in Tests top bewertet.
Häufige Fragen zu Rennradhelmen
Wie oft sollte ich meinen Rennradhelm ersetzen?
Nach jedem harten Sturz gehört der Helm ersetzt – auch ohne sichtbare Risse, weil die schützende Schaumstruktur im Inneren beschädigt sein kann. Ohne Sturz empfehlen die meisten Hersteller einen Austausch nach etwa fünf Jahren, da Material und Klebeverbindungen mit der Zeit altern.
Reicht ein normaler Fahrradhelm fürs Rennrad?
Schützen tut jeder EN-1078-zertifizierte Helm. Rennradhelme sind aber leichter und besser belüftet als City- oder Trekkinghelme – auf schnellen, langen Fahrten ein deutlicher Komfortgewinn. Wer regelmäßig Rennrad fährt, profitiert klar von einem spezialisierten Modell.
Was ist der Unterschied zwischen Rennrad- und MTB-Helm?
MTB-Helme haben ein Visier, reichen weiter in den Hinterkopf und sind auf Stürze im Gelände ausgelegt. Rennradhelme sind leichter, aerodynamischer und stärker belüftet. Für Gravel funktionieren beide – hier entscheidet der Geschmack. Unsere Mountainbike-Helme findest du in einer eigenen Kategorie.
Brauche ich zwingend MIPS oder KinetiCore?
Pflicht ist es nicht – aber Rotationsschutz gilt heute als sinnvolle Ergänzung, weil die meisten Stürze schräg erfolgen. Der Aufpreis ist überschaubar, der Sicherheitsgewinn belegt. Wir empfehlen, beim Neukauf auf eines der Systeme zu achten.
Kann ich einen Helm auch fürs E-Bike nutzen?
Für Pedelecs bis 25 km/h ja – ein normaler EN-1078-Helm genügt. Für schnelle S-Pedelecs bis 45 km/h brauchst du einen nach NTA 8776 zertifizierten Helm; passende Modelle findest du in der Kategorie Pedelec-Helme.
Weitere Helm-Kategorien
Mountainbike-Helme · Trekking- & City-Helme · Pedelec-Helme · Kinder- & Jugendhelme · Alle Fahrradhelme
Beratung und Anprobe in Schwäbisch Gmünd
Ein Helm ist Sicherheitsausrüstung – und die sollte passen. Bei uns kannst du verschiedene Marken und Größen aufprobieren, den Sitz prüfen lassen und dich zu Schutzsystemen beraten lassen. Komm in unserem Ladengeschäft in Schwäbisch Gmünd vorbei oder ruf uns an unter 07171 929 556.




