Manitou Markhor Federgabel 27,5 Zoll, 100 mm Federweg, Boost 15 x 110 mm, konischer Schaft, mattschwarz
Manitou Markhor – Luftfedergabel für Cross-Country
Eine Federgabel mit 100 Millimetern Federweg für Laufräder in 27,5 Zoll: Luftfeder mit einstellbarer Zugstufe, konischer Gabelschaft, Boost-Achsmaß mit 15 × 110 Millimetern. Mattschwarz. Manitou baut seit den Neunzigerjahren Fahrwerke und gehörte zu den Pionieren der Mountainbike-Federung.
Vier Maße müssen zu deinem Rad passen
Bei einer Federgabel entscheidet nicht ein Wert über die Passung, sondern vier — und alle vier lassen sich am eigenen Rad ablesen.
Der Gabelschaft. Diese Gabel hat einen konischen Schaft, englisch tapered: oben 1 1/8 Zoll, unten 1,5 Zoll. Dein Steuerrohr muss dafür ausgelegt sein — ein durchgehend zylindrisches nimmt ihn nicht auf. Erkennbar ist es daran, dass das Steuerrohr unten deutlich dicker baut als oben.
Das Achsmaß. Die Gabel ist auf Boost mit 15 × 110 Millimetern ausgelegt. Ältere Gabeln und Naben arbeiten mit 15 × 100 — sechs Millimeter schmaler. Beide sind nicht kompatibel: Ein Laufrad mit 100er-Nabe passt nicht zwischen die Ausfallenden dieser Gabel. Miss die Einbaubreite deiner Vorderradnabe nach, oder schau auf die Steckachse — dort steht das Maß meist eingeprägt.
Die Laufradgröße. 27,5 Zoll. Ein 29-Zoll-Laufrad passt nicht in den Gabelbogen. Umgekehrt würde ein 27,5er in einer 29er-Gabel zwar hineinpassen, aber die Front absenken und damit die gesamte Geometrie verändern.
Der Federweg. 100 Millimeter — und dein Rahmenhersteller gibt einen zulässigen Bereich vor, der eingehalten werden muss.
Wenn du unsicher bist: Nenn uns dein Rad oder bring es vorbei. Wir prüfen alle vier Punkte vor der Bestellung — bei einer Gabel dieser Preisklasse ist das die sinnvollste Viertelstunde.
100 mm Federweg – und warum mehr nicht besser ist
Der Federweg legt fest, wie viel die Gabel wegstecken kann. **100 Millimeter** sind die klassische Auslegung für Cross-Country und Marathon: genug für Wurzeln, Steine und schlechte Wege, ohne dass die Front unnötig hoch baut.
Der Reflex, einfach mehr zu nehmen, führt in die Irre — denn der Federweg bestimmt auch die Einbaulänge der Gabel, also den Abstand von der Achse bis zur Gabelkrone. Und diese Länge verändert die Geometrie des ganzen Rads.
Eine längere Gabel hebt die Front an. Damit werden drei Dinge gleichzeitig verändert:
Der Lenkwinkel wird flacher. Das Rad läuft bei Tempo ruhiger, lenkt aber träger und richtet sich in engen Kehren schwerer ein.
Der Sitzwinkel wird ebenfalls flacher. Man sitzt weiter hinter dem Tretlager, und am steilen Anstieg wird das Vorderrad leicht — es beginnt zu steigen, statt der Linie zu folgen.
Das Tretlager steigt. Der Schwerpunkt wandert nach oben, das Rad wird kippeliger.
Genau deshalb gibt jeder Rahmenhersteller einen zulässigen Federwegsbereich vor. Wer ihn überschreitet, verändert nicht nur das Fahrverhalten — er belastet auch das Steuerrohr stärker, als es ausgelegt ist. Bei einem Aluminiumrahmen kann das die Garantie kosten, bei einem Carbonrahmen im Extremfall zum Schaden führen.
Für ein Hardtail oder ein kurzhubiges Fully, das auf Effizienz ausgelegt ist, sind 100 Millimeter genau richtig. Für Trail und Enduro liegt die passende Größenordnung bei 120 bis 160 Millimetern — dann aber an einem Rahmen, der dafür gebaut ist.
Luftfeder einstellen – Sag und Zugstufe
Eine Luftfeder hat gegenüber einer Stahlfeder einen entscheidenden Vorteil: Sie lässt sich mit einer Pumpe an jedes Fahrergewicht anpassen. Was bei einer Stahlfeder einen Federtausch bedeutet, sind hier zwei Minuten Arbeit.
Zwei Einstellungen bestimmen das Verhalten.
Der Luftdruck legt fest, wie stark die Gabel unter deinem Gewicht einfedert. Der Bezugswert dafür heißt Sag oder Negativfederweg: Setz dich in Fahrposition aufs Rad, ohne dich zu bewegen, und schau, wie weit die Gabel eintaucht. Bei einer Cross-Country-Gabel sollten das 20 bis 25 Prozent des Federwegs sein — bei 100 Millimetern also 20 bis 25 Millimeter.
Warum es diesen Sag überhaupt braucht: Die Gabel muss nicht nur nach oben ausweichen können, sondern auch nach unten nachgeben, wenn der Boden wegfällt — an einer Kante, in einem Loch. Eine Gabel ohne Sag verliert dort den Bodenkontakt.
Die Zugstufe regelt, wie schnell die Gabel nach dem Einfedern zurückkommt. Zu schnell, und das Rad wird unruhig — die Gabel schiebt zurück und macht die Front nervös. Zu langsam, und sie sackt bei mehreren Schlägen hintereinander immer weiter durch, weil sie nicht rechtzeitig wieder ausgefedert ist.
Ein einfacher Test: Drück die Gabel im Stand kräftig ein und lass los. Sie sollte zügig zurückkommen und dabei höchstens einmal leicht nachwippen. Federt sie träge zurück, ist die Zugstufe zu langsam; springt sie zurück und schwingt nach, zu schnell.
Wir stellen Luftdruck und Zugstufe beim Einbau auf dich ein und notieren die Werte, damit du sie später nachvollziehen kannst.
Der Einbau – was dabei zu beachten ist
Der Gabelschaft wird ungekürzt geliefert und muss auf deine Steuerrohrlänge plus Spacerhöhe angepasst werden. Kürzen kann man, verlängern nicht — im Zweifel lieber etwas länger lassen und später nachkürzen, wenn die Sitzposition feststeht.
Dazu gehören zwei weitere Schritte: Der Steuersatzkonus muss auf den neuen Schaft gepresst werden, und der Bremssattel braucht je nach Scheibengröße den passenden Adapter. Beides ist Routine, setzt aber Werkzeug voraus.
Und ein Punkt zur Pflege, der über die Lebensdauer entscheidet: Der Schmierbereich in den Tauchrohren gehört jährlich gemacht. Dort steht eine kleine Ölmenge, die Buchsen und Dichtungen benetzt. Trocknet sie ein, läuft die Gabel schwerer, spricht schlechter an und verschleißt schneller — und das merkt man schleichend, nicht plötzlich.
Technische Daten
Produkt: Federgabel
Modell: Manitou Markhor
Laufradgröße: 27,5 Zoll
Federweg: 100 mm
Achsmaß: Boost, Steckachse 15 × 110 mm
Gabelschaft: konisch, 1 1/8 auf 1,5 Zoll, ungekürzt
Federung: Luftfeder
Dämpfung: einstellbare Zugstufe
Einsatzbereich: Cross-Country und Marathon
Farbe: mattschwarz
Hersteller-Artikelnummer: 7014000007
Lieferumfang: eine Federgabel
Häufige Fragen
Passt die Gabel an meinen Rahmen? Vier Punkte müssen stimmen: konisches Steuerrohr, Boost-Achsmaß, 27,5 Zoll Laufräder und die Freigabe für 100 mm Federweg. Nenn uns dein Rad, dann prüfen wir alles vor der Bestellung.
Was bedeutet Boost? Ein Achsmaß von 15 × 110 mm. Ältere Gabeln haben 15 × 100 — die beiden sind nicht kompatibel. Prüf die Einbaubreite deiner Vorderradnabe, bevor du bestellst.
Kann ich mein vorhandenes Laufrad weiterverwenden? Nur mit einer Boost-Nabe. Bei einer 100er-Nabe brauchst du entweder ein anderes Laufrad oder, je nach Nabenmodell, einen passenden Endkappensatz.
Muss der Gabelschaft gekürzt werden? In der Regel ja, passend zu Steuerrohrlänge und Spacerhöhe. Kürzen kann man, verlängern nicht — im Zweifel lang lassen.
Kann ich eine Gabel mit mehr Federweg einbauen? Nur innerhalb des Bereichs, den dein Rahmenhersteller freigibt. Eine längere Gabel verändert Lenk- und Sitzwinkel und belastet das Steuerrohr stärker.
Wie stelle ich die Luftfeder ein? Über den Luftdruck nach Fahrergewicht, mit 20 bis 25 Prozent Negativfederweg als Ausgangspunkt. Wir stellen es beim Einbau ein und notieren dir die Werte.
Einbau in unserer Werkstatt: Wir kürzen den Schaft, pressen den Steuersatzkonus, montieren Bremsadapter und Laufrad und stellen das Fahrwerk auf dich ein. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Weitere Federgabeln findest du in unserer Kategorie Federgabeln und unter Teile. Für Einbau, Kürzen des Schafts und Fahrwerks-Setup ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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