Specialized Eliminator MTB-Hinterreifen 27,5 x 2.4, Grid Trail Karkasse, Gripton T7, tubeless-ready
Specialized Eliminator in 27,5 × 2.4 – der Hinterreifen
Der Eliminator ist von Specialized ausdrücklich als Hinterreifen konzipiert: schnell rollende Lauffläche, scharfkantige Mittelstollen für Klettertraktion und ein sanfter Übergang zur Schulter. Diese Ausführung kombiniert die Grid-Trail-Karkasse mit der haltbaren Gripton-T7-Mischung. Tubeless-tauglich, rund 975 Gramm.
Warum vorn und hinten unterschiedliche Reifen sinnvoll sind
Viele fahren vorn und hinten denselben Reifen — aus Gewohnheit oder weil es im Set günstiger war. Tatsächlich haben die beiden Räder gegensätzliche Aufgaben, und das spricht für unterschiedliche Reifen.
Das Vorderrad lenkt und bremst. Beim Bremsen verlagert sich das Gewicht nach vorn, und dort entsteht der größte Teil der Verzögerung. In Kurven trägt das Vorderrad die Führung: Rutscht es weg, ist der Sturz meist unvermeidbar. Hier zählt maximaler Grip — und der Verschleiß ist gering, weil kein Antriebsmoment wirkt.
Das Hinterrad treibt an und trägt das Gewicht. Auf ihm liegt der größere Gewichtsanteil, es überträgt die gesamte Antriebskraft, und es rutscht beim Bremsen kontrolliert weg, ohne dass man stürzt. Hier zählen Traktion am Berg, Rollwiderstand und vor allem Haltbarkeit — ein Hinterreifen ist deutlich früher abgefahren als ein Vorderreifen.
Daraus folgt die verbreitete Kombination: vorn ein griffigerer, weicherer Reifen, hinten einer, der leichter rollt und länger hält. Genau dafür ist der Eliminator gebaut — und Specialized nennt als Partner den Butcher, der vorn die Kurvenführung übernimmt.
Was du davon hast: Du bekommst den Grip dort, wo er über Kontrolle entscheidet, und sparst dort, wo er nur Verschleiß und Rollwiderstand kostet. Ein weicher Reifen hinten ist nach einer Saison durch — vorn hält derselbe Reifen doppelt so lange.
Wann ein gleicher Reifensatz trotzdem passt: im tiefen Matsch, wo man hinten jedes Gramm Traktion braucht, und im Bikepark, wo beide Räder gleichermaßen belastet werden. Sag uns, wo du fährst, dann stellen wir dir die passende Paarung zusammen.
Klettertraktion – was ein Hinterreifen bergauf leisten muss
Bergauf ist der Moment, in dem sich ein Hinterreifen beweist — und die Anforderung ist eine andere als bei der Abfahrt.
An einem steilen Anstieg drückt das Hinterrad die Kraft nach hinten unten in den Untergrund. Reicht der Halt nicht, dreht es durch: Der Reifen bricht kurz aus, findet wieder Halt, bricht wieder aus — man verliert Schwung, muss absteigen und kommt aus dem Rhythmus.
Was dagegen hilft, sind scharfe Kanten quer zur Fahrtrichtung. Ein Stollen mit klarer, rechtwinkliger Vorderkante gräbt sich in weichen Untergrund und stützt sich an Wurzeln ab. Ein abgerundeter Stollen rutscht darüber hinweg. Genau deshalb hat der Eliminator scharfkantige Mittelstollen, obwohl das dem Rollwiderstand nicht guttut.
Der zweite Punkt ist der alternierende Aufbau: Die Stollen stehen nicht in geraden Reihen, sondern versetzt. Dadurch greift immer eine Kante, statt dass die ganze Reihe gleichzeitig über ein Hindernis rutscht — und der Übergang zur Schulter erfolgt gleichmäßig statt sprunghaft.
Bei einem E-Mountainbike zählt das doppelt. Ein Motor bringt mehr Drehmoment auf das Hinterrad, als ein Bein je leisten könnte — und mehr Drehmoment heißt mehr Neigung zum Durchdrehen. Deshalb ist ein Hinterreifen mit ausgeprägter Klettertraktion an E-MTBs kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, die Motorleistung überhaupt auf den Boden zu bringen.
Grid Trail und T7 – die Einordnung
Specialized bezeichnet Karkasse und Mischung mit Kürzeln, die erst im Vergleich verständlich werden.
Die Karkasse. Grid Trail ist einlagig mit 60 TPI und verstärkten Flanken — die mittlere Stufe. Darüber liegt Grid Gravity, zweilagig und deutlich schwerer, für Bikepark und harte Abfahrten; darunter die leichten Karkassen für Cross-Country. Für Trail und Touren ist Grid Trail der stimmige Kompromiss: genug Flankenschutz für Steinkontakt, ohne die Gewichtsstrafe der Gravity-Ausführung.
Die Mischung. Die T-Nummern beschreiben die Gummihärte: Je höher, desto weicher und griffiger. T7 liegt im mittleren Bereich — griffig genug für Trail-Einsatz, aber deutlich haltbarer und rollfreudiger als die weiche T9. Für einen Hinterreifen ist das die richtige Wahl, weil dort Verschleiß und Rollwiderstand mehr zählen als das letzte Prozent Grip.
Mit rund 975 Gramm liegt der Reifen erkennbar unter einer Gravity-Ausführung. Das merkt man beim Beschleunigen — und genau darauf zielt ein Hinterreifen, der viele Kilometer machen soll.
Tubeless – und was das für den Luftdruck bedeutet
Der Reifen ist für den Betrieb ohne Schlauch ausgelegt und arbeitet mit Dichtmilch zusammen. Der eigentliche Gewinn liegt dabei nicht in der Pannensicherheit, sondern im Luftdruck.
Mit Schlauch muss man höheren Druck fahren, weil sonst der Schlauch bei einer Kante zwischen Felgenhorn und Hindernis eingeklemmt wird — der klassische Snakebite. Ohne Schlauch entfällt dieses Risiko, und man kann ein bis anderthalb bar tiefer gehen. Das bedeutet mehr Auflagefläche, mehr Grip und spürbar mehr Komfort.
Was du dafür brauchst: eine tubeless-taugliche Felge, Tubeless-Felgenband, ein Tubeless-Ventil und Dichtmilch. Bei der Erstmontage hilft ein kräftiger Luftstoß aus dem Kompressor, damit die Wulst in die Felgenschulter springt.
Und was viele vergessen: Dichtmilch trocknet ein. Je nach Sorte und Klima gehört sie alle vier bis sechs Monate erneuert — sonst dichtet sie den nächsten Einstich nicht mehr ab. Wir prüfen das bei jeder Inspektion mit.
Technische Daten
Modell: Specialized Eliminator
Größe: 27,5 × 2.4 Zoll
Position: Hinterreifen
Karkasse: Grid Trail, 60 TPI, mit Flankenschutz
Gummimischung: Gripton T7
Profil: scharfkantige Mittelstollen, alternierendes Muster, kräftige Schulterstollen
Tubeless: tauglich, mit Dichtmilch zu montieren
Gewicht: rund 975 g
Farbe: schwarz
Einsatzbereich: Trail und Enduro
Auch erhältlich in: 29 × 2.4
Hersteller-Artikelnummer: 00125-3272
Lieferumfang: ein Reifen
Häufige Fragen
Ist der Eliminator ein Vorder- oder Hinterreifen? Er ist als Hinterreifen ausgelegt: schnell rollend, mit ausgeprägter Klettertraktion und haltbarer Mischung. Vorn passt ein griffigerer Reifen wie der Butcher besser.
Wie viele Reifen bekomme ich? Der Preis gilt für einen Reifen. Für ein komplettes Rad brauchst du zwei — häufig sinnvoll in unterschiedlicher Ausführung.
Was unterscheidet T7 von T9? T7 ist die härtere Mischung: haltbarer und rollfreudiger, dafür etwas weniger Grip. T9 ist weich und griffig, verschleißt aber schneller. Hinten ist T7 meist die bessere Wahl.
Was unterscheidet Grid Trail von Grid Gravity? Grid Trail ist einlagig und leichter, Grid Gravity zweilagig mit mehr Pannenschutz für harte Abfahrten und Bikepark.
Muss ich ihn tubeless fahren? Nein, mit Schlauch geht es auch. Tubeless erlaubt aber deutlich niedrigeren Druck — und das ist der eigentliche Gewinn.
Montage in unserer Werkstatt: Wir ziehen den Reifen auf, richten ihn tubeless ein und stellen den Druck passend zu deinem Gewicht ein. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Weitere Reifen findest du in unserer Kategorie Reifen und Schläuche und in der Specialized Markenwelt. Für Montage, Tubeless-Umrüstung und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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