Magura 8.P Performance Bremsbeläge für MT-Scheibenbremsen mit 4 Kolben, organisch, Satz für zwei Bremssättel
Magura 8.P Performance für MT-Bremsen mit 4 Kolben
Original-Bremsbeläge für Magura MT-Scheibenbremsen in der 4-Kolben-Ausführung — mit organischer Belagmischung, grauen Trägerplatten und ECE-Kennzeichnung. Der Satz umfasst vier Einzelbeläge und zwei Belaghalteschrauben.
Wie viele Bremsen Sie damit versorgen
Das ist bei diesem Artikel die erste Frage — und sie ergibt sich aus dem Aufbau der Bremse.
Was eine 4-Kolben-Bremse ausmacht: Im Bremssattel arbeiten vier Kolben statt zwei — zwei je Seite.
Was daraus folgt: Jede Seite braucht zwei Einzelbeläge statt einem durchgehenden. Ein Bremssattel benötigt also vier Beläge.
Was Sie mit diesem Satz bekommen: Vier Einzelbeläge — das reicht für einen Bremssattel.
Für vorn und hinten brauchen Sie entsprechend zwei Sätze.
Und die zwei Halteschrauben gehören dazu — je eine pro Bremssattel.
Warum 4 Kolben – und was das für die Beläge bedeutet
Die Bauart erklärt, wofür diese Bremse gemacht ist.
Was vier Kolben leisten: Sie verteilen die Anpresskraft auf eine größere Belagfläche.
Was daraus folgt:
Mehr Bremskraft. Bei gleicher Handkraft.
Und bessere Hitzeableitung. Mehr Fläche bedeutet, dass sich die Wärme auf mehr Material verteilt — und das wirkt gegen Leistungsverlust auf langen Abfahrten.
Wofür 4-Kolben-Bremsen gebaut werden: Für schwere Räder und anspruchsvolles Gelände — E-Mountainbikes, Enduro, lange Abfahrten mit Gepäck.
Und was das für die Beläge bedeutet: Sie arbeiten unter höherer Last — und ihr Zustand entscheidet über die Bremsleistung eines Systems, das genau dafür ausgelegt ist.
Organisch – was die Mischung leistet
Bei Scheibenbremsbelägen gibt es zwei Grundtypen — und die Wahl bestimmt das Bremsverhalten spürbar.
Organisch — auch Resin genannt. Der Belag besteht aus Fasern in einem Bindemittel.
Metall — auch gesintert. Der Belag besteht aus verpressten Metallpartikeln.
Was für die organische Mischung spricht:
Sie bremsen leiser. Metallbeläge quietschen deutlich häufiger, besonders bei Nässe.
Sie sprechen früher an. Organische Beläge greifen schon bei geringer Handkraft — das ergibt einen gut dosierbaren Druckpunkt.
Und sie schonen die Bremsscheibe. Metallbeläge tragen sie schneller ab.
Was Sie dafür in Kauf nehmen:
Sie verschleißen schneller. Besonders bei Nässe und Schmutz.
Und sie sind weniger hitzefest. Bei sehr langen, steilen Abfahrten kommen sie eher an ihre Grenze.
Für wen die organische Wahl die richtige ist: Für Trail, Tour und den Alltag — überall dort, wo Dosierbarkeit und Laufruhe wichtiger sind als maximale Hitzefestigkeit.
Was Magura zur Performance-Mischung angibt: Gut dosierbare Bremskraft und gleichmäßiges Verhalten bei wechselnden Bedingungen.
Ein wichtiger Hinweis: Nicht jede Bremsscheibe ist für beide Belagtypen freigegeben. Die Angabe steht auf der Scheibe aufgedruckt — prüfen Sie das, bevor Sie den Typ wechseln.
Vor der Bestellung: die Bremse prüfen
Das ist die Passfrage — und sie ist leicht zu klären.
Was Sie brauchen: Eine Magura MT-Bremse in der 4-Kolben-Ausführung.
Wie Sie es erkennen:
Die Modellbezeichnung. Sie steht in aller Regel auf dem Bremssattel aufgedruckt.
Oder Sie zählen die Kolben. Bei ausgebautem Laufrad und entnommenen Belägen sind sie sichtbar — vier Kolben bedeuten zwei je Seite.
Zur Abgrenzung: Magura führt daneben 2-Kolben-Bremsen — dort passt dieser Belagsatz nicht. Die Belagform ist eine andere.
Ein wichtiger Hinweis, wenn Sie den Belagtyp wechseln: Vergleichen Sie die Form des alten Belags mit dem neuen.
Warum: Magura hat über die Modellgenerationen unterschiedliche Belagformen verwendet — und wenn zuvor ein anderer Typ gefahren wurde, ist der alte Belag nicht zwingend der richtige Vergleich.
Nennen Sie uns Ihre Bremse, wenn Sie unsicher sind — oder senden Sie ein Foto des alten Belags. Wir gleichen es vor der Bestellung ab.
Zur ECE-Kennzeichnung
Ein Punkt, der bei Bremsbelägen selten erklärt wird.
Was sie bedeutet: Der Belag ist nach einer europäischen Regelung geprüft und gekennzeichnet — und damit für den Einsatz im Straßenverkehr vorgesehen.
Warum das relevant sein kann: Bei S-Pedelecs und anderen Fahrzeugen mit Betriebserlaubnis sind die verbauten Bremskomponenten Teil der Zulassung.
Was daraus folgt: Dort ist ein gekennzeichneter Belag nicht optional.
Ein Hinweis zur Einordnung: Die Kennzeichnung des Belags allein genügt nicht — das Fahrzeug und die gesamte Bremsanlage müssen den rechtlichen Anforderungen entsprechen.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie ein S-Pedelec fahren. Bei einem zulassungspflichtigen Fahrzeug prüfen wir mit, was zulässig ist.
Wann Beläge fällig sind
Bremsbeläge sind Verschleißteile — und der richtige Wechselzeitpunkt ist eine Sicherheitsfrage.
Woran Sie es erkennen:
Der Reibbelag ist dünn. Schauen Sie bei ausgebautem Laufrad von oben in den Bremssattel — der Belag muss deutlich über dem Trägerblech stehen.
Der Hebelweg wird länger. Der Druckpunkt wandert näher an den Lenker.
Ein schleifendes oder kratzendes Geräusch. Wenn das Trägerblech die Scheibe berührt, ist es zu spät — dann wird die Scheibe beschädigt.
Und die Bremsleistung lässt nach.
Ein Hinweis speziell zur 4-Kolben-Bremse: Prüfen Sie alle vier Beläge.
Warum: Bei vier Kolben verschleißen die Beläge nicht immer gleichmäßig. Wenn ein Kolben schwergängig ist, arbeitet der gegenüberliegende stärker — und dann ist ein Belag deutlich dünner als die anderen.
Was das bedeutet: Ein ungleichmäßiges Verschleißbild ist ein Hinweis auf einen klemmenden Kolben — und der gehört gangbar gemacht, sonst verschleißt auch der neue Satz schief.
Warum rechtzeitiges Wechseln zählt: Ein Belagsatz kostet einen Bruchteil einer Bremsscheibe. Und bei einem Rad mit 4-Kolben-Bremse ist die Scheibe in aller Regel die größere und teurere Ausführung.
Zum Wechsel und zum Einbremsen
Beim Wechsel:
Laufrad ausbauen und die Belaghalteschraube lösen.
Die alten Beläge entnehmen — bei einer 4-Kolben-Bremse sind es vier Einzelteile. Merken Sie sich die Lage.
Die Kolben zurückdrücken. Sie sind durch den Belagverschleiß nachgerückt — mit neuen, dickeren Belägen passt der Sattel sonst nicht über die Scheibe.
Und dabei vorsichtig arbeiten: Verwenden Sie ein geeignetes Werkzeug, keinen Schraubendreher — er beschädigt die Kolbenoberfläche.
Bei vier Kolben zusätzlich: Drücken Sie sie gleichmäßig zurück. Wer nur einen Kolben zurückdrückt, schiebt den gegenüberliegenden heraus.
Die Beläge nicht mit fettigen Fingern anfassen. Das ist der häufigste Fehler.
Warum: Öl oder Fett auf dem Reibbelag lässt sich nicht mehr entfernen — der Belag ist dann unbrauchbar. Dasselbe gilt für die Scheibe: Ein Fettfinger darauf kostet den neuen Belagsatz.
Die neuen Beläge einsetzen und die Halteschraube sicher befestigen.
Nach dem Einbau prüfen: Hebelweg und Kolbenrückstellung. Ein Entlüften ist bei einem reinen Belagwechsel in aller Regel nicht nötig.
Zum Einbremsen: Neue Beläge erreichen ihre volle Wirkung erst nach mehreren Bremsungen.
Wie es geht: Auf freier Strecke aus mäßiger Geschwindigkeit mehrmals kontrolliert abbremsen, ohne bis zum Stillstand zu gehen. Zehn bis zwanzig Vorgänge sind üblich.
Warum das nötig ist: Dabei überträgt sich eine dünne Schicht Belagmaterial auf die Scheibe — und erst diese Schicht ergibt die volle Bremskraft.
Ein wichtiger Hinweis: Fahren Sie mit neuen Belägen nicht sofort in eine steile Abfahrt. Die Bremsleistung ist am Anfang deutlich geringer als gewohnt.
Wir übernehmen den Belagwechsel gern und prüfen dabei Scheibenstärke, Kolbengängigkeit und Sattelausrichtung mit — und bremsen die Beläge auf Wunsch ein.
Technische Daten
Hersteller: Magura
Modell: Bremsbelag 8.P Performance
Passend für: Magura MT-Scheibenbremsen in 4-Kolben-Ausführung
Belagmischung: organisch
Trägerplatten: grau
Kennzeichnung: ECE
Eigenschaften: gut dosierbare Bremskraft, gleichmäßiges Verhalten bei wechselnden Bedingungen
Nicht geeignet für: Magura-Bremsen mit 2 Kolben
Menge: vier Einzelbeläge — reicht für einen Bremssattel
Hinweis: Bremsscheibe muss für organische Beläge freigegeben sein
EAN: 4055184022078
Hersteller-Artikelnummer: 2701628
Lieferumfang: vier Einzelbeläge, zwei Belaghalteschrauben
Häufige Fragen
Wie viele Bremsen versorge ich damit? Eine 4-Kolben-Bremse braucht vier Einzelbeläge — dieser Satz reicht also für einen Bremssattel. Für vorn und hinten brauchen Sie zwei Sätze.
Passen die Beläge an meine Bremse? Erforderlich ist eine Magura MT-Bremse mit vier Kolben. Die Modellbezeichnung steht meist auf dem Bremssattel — senden Sie uns im Zweifel ein Foto des alten Belags.
Organisch oder Metall — was ist besser? Organisch bremst leiser, spricht früher an und schont die Scheibe. Metall ist hitzefester und hält länger. Für Trail, Tour und Alltag ist organisch die passende Wahl.
Ein Belag ist deutlich dünner als die anderen — woran liegt das? Vermutlich an einem klemmenden Kolben. Der gehört gangbar gemacht, sonst verschleißt auch der neue Satz ungleichmäßig.
Bremsenservice in unserer Werkstatt: Wir wechseln die Beläge, prüfen Scheibenstärke, Kolbengängigkeit und Sattelausrichtung und bremsen auf Wunsch ein. Telefonisch erreichbar unter 07171 929 556.
Weitere Bremsenteile finden Sie in unserer Kategorie Bremsen und unter Teile. Für Bremsenservice, Belagwechsel und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für Sie da.
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