SRAM Avid Bremsbeläge organisch mit Stahlträger, Ausführung Powerful, für Elixir, DB, Level und XX, 1 Satz für einen Bremssattel
SRAM Avid Bremsbeläge organisch, Ausführung Powerful
Scheibenbremsbeläge mit organischem Reibmaterial auf einer Stahlträgerplatte, in SRAMs Abstimmung „Powerful". Passend für die Bremsen Elixir, Avid DB, SRAM XX und die gesamte Level-Reihe. Ein Satz enthält zwei Beläge — genug für einen Bremssattel.
Ein Satz reicht für eine Bremse – nicht für das Rad
Das ist die häufigste Fehlbestellung bei Bremsbelägen, deshalb gleich zu Beginn: Ein Bremssattel braucht zwei Beläge — einen je Seite der Bremsscheibe.
Dieser Satz enthält zwei Beläge. Damit versorgst du eine Bremse — also vorn oder hinten.
Für ein komplettes Rad brauchst du zwei Sätze.
Und der Rat, der Arbeit spart: Tausch beide Bremsen gleichzeitig. Vorder- und Hinterradbremse haben dieselben Kilometer, und wenn eine fällig ist, ist die andere kurz davor. Zwar verschleißt die vordere in der Regel schneller, weil beim Bremsen mehr Gewicht nach vorn wandert — der Unterschied ist aber selten so groß, dass sich zwei getrennte Werkstattbesuche lohnen.
Organisch oder metallisch – die eigentliche Entscheidung
Bei Scheibenbremsbelägen gibt es zwei Grundtypen, und die Wahl zwischen ihnen prägt das Bremsgefühl mehr als die Marke.
Organische Beläge — auch Resin genannt — bestehen aus Kunstharz mit eingebetteten Fasern. Ihre Stärken:
Sie greifen sofort. Auch im kalten Zustand, gleich bei der ersten Bremsung. Für den Alltag ist das der praktische Punkt — man fährt los und die Bremse ist da.
Sie sind leise. Deutlich weniger Neigung zu Quietschen als metallische Beläge.
Und sie schonen die Scheibe. Weicheres Material trägt weniger Scheibenmaterial ab.
Ihre Schwächen:
Sie verschleißen schneller. Besonders bei Nässe und Schmutz.
Und sie vertragen weniger Hitze. Auf einer langen Alpenabfahrt können sie überhitzen — dann lässt die Bremswirkung nach, was als Fading bezeichnet wird.
Metallische Beläge — auch Sinter genannt — sind das Gegenstück: hitzefest, langlebig, zuverlässig bei Nässe. Dafür brauchen sie etwas Temperatur, um voll zu greifen, sind lauter und tragen die Scheibe schneller ab.
Die Empfehlung: Organische Beläge für Alltag, Touren und normales Gelände. Metallische für lange Abfahrten, schwere E-Bikes und Fahrer, die viel im Nassen unterwegs sind.
„Powerful" oder „Quiet" – was der Zusatz bedeutet
SRAM bietet organische Beläge in zwei Abstimmungen an, und diese hier ist die kräftigere.
Powerful ist auf maximale Bremskraft ausgelegt — mehr Biss am Hebel, kürzere Wege.
Quiet ist die leisere Variante, die auf Geräuscharmut abgestimmt ist.
Warum das ein echter Zielkonflikt ist: Bremskraft entsteht durch Reibung, und Reibung erzeugt Schwingungen. Genau diese Schwingungen sind das, was man als Quietschen hört. Ein Belag, der maximal greift, neigt konstruktionsbedingt eher dazu.
Für wen Powerful die richtige Wahl ist: Wer kräftige Verzögerung will, wer ein schweres Rad fährt oder wer im Gelände unterwegs ist, wo es auf Bremskraft ankommt.
Und wenn dir Geräuscharmut wichtiger ist, sag uns Bescheid — dann prüfen wir, ob wir die Quiet-Ausführung für deine Bremse besorgen können.
Vor der Bestellung: die Bremse prüfen
Diese Beläge passen in eine ganze Reihe von SRAM- und Avid-Bremsen: Elixir, Avid DB, SRAM XX sowie die komplette Level-Familie — Level, Level T, Level TL, Level TLM und Level Ultimate.
Warum so viele Modelle dieselben Beläge nutzen: SRAM verwendet über Baureihen hinweg dieselbe Bremssattelgeometrie. Das ist für Kunden ein echter Vorteil — ein Belagtyp deckt viele Räder ab.
Was du trotzdem prüfen solltest: SRAM baut auch Bremsen mit anderer Belagform — etwa die Guide- und Code-Modelle mit Vierkolbensätteln. Deren Beläge sind größer und passen hier nicht.
So findest du dein Modell: Der Name steht auf dem Bremssattel oder am Bremshebel aufgedruckt. Ist er abgerieben, hilft der einfachste Weg: Bau einen alten Belag aus und vergleiche die Form — oder bring ihn vorbei.
Und ein Zählhinweis: Zwei Kolben je Sattel deuten auf Elixir oder Level, vier auf Guide oder Code. Das ist von außen sichtbar und grenzt es in Sekunden ein.
Wann Beläge fällig sind – und warum man nicht warten sollte
Die Verschleißgrenze: Das Reibmaterial sollte mindestens rund einen halben Millimeter dick sein — dazu kommt die Trägerplatte. Als Faustregel: Ist der Belag insgesamt dünner als etwa drei Millimeter, ist er fällig.
Warum Warten teuer wird: Ist das Reibmaterial durch, schleift die Stahlträgerplatte direkt auf der Bremsscheibe. Metall auf Metall — die Scheibe ist dann innerhalb weniger Kilometer zerstört.
Die Rechnung: Ein Satz Beläge kostet 15 Euro. Eine neue Bremsscheibe kostet ein Vielfaches — und beim Weiterfahren mit durchgeschliffenen Belägen verliert man zusätzlich erheblich an Bremswirkung.
Woran du es außerdem merkst:
Der Hebel kommt weiter zum Lenker. Die Kolben müssen weiter ausfahren.
Es schleift oder kratzt beim Bremsen. Ein metallisches Geräusch ist das Alarmzeichen.
Die Bremswirkung lässt nach, obwohl die Bremse entlüftet ist.
Zum Einbremsen der neuen Beläge: Zehn bis zwanzig Mal aus mittlerem Tempo kontrolliert abbremsen, ohne zum Stillstand zu kommen. Das überträgt eine gleichmäßige Schicht auf die Scheibe — ohne diesen Schritt bremsen neue Beläge deutlich schwächer, als sie könnten.
Und ein Punkt, der die Beläge rettet: Kein Fett und kein Öl auf Belag oder Scheibe. Ein einmal verölter organischer Belag lässt sich nicht mehr reinigen — er saugt sich voll und muss ersetzt werden.
Technische Daten
Produkt: SRAM Avid Scheibenbremsbeläge
Belagmaterial: organisch
Trägerplatte: Stahl
Ausführung: Powerful, auf kräftige Bremswirkung abgestimmt
Passend für: Elixir, Avid DB, SRAM XX, Level, Level T, Level TL, Level TLM und Level Ultimate
Nicht geeignet für: Vierkolbenbremsen wie Guide und Code
Einsatzbereich: Mountainbike und Urban
EAN: 710845828041
Hersteller-Artikelnummer: 00.5315.035.031
Lieferumfang: ein Satz mit 2 Belägen — reicht für einen Bremssattel
Häufige Fragen
Reicht ein Satz für mein ganzes Rad? Nein. Ein Satz enthält zwei Beläge und versorgt einen Bremssattel — also vorn oder hinten. Für beide Bremsen brauchst du zwei Sätze.
Passen die Beläge in meine Bremse? Sie sind für Elixir, Avid DB, SRAM XX und die Level-Reihe. Zähl die Kolben am Bremssattel: zwei deuten auf diese Baureihen, vier auf Guide oder Code — dort passen sie nicht.
Organisch oder metallisch – was soll ich nehmen? Organisch für Alltag und normale Touren: sofort greifend, leise, scheibenschonend. Metallisch für lange Abfahrten, schwere E-Bikes und viel Nässe.
Was bedeutet „Powerful"? Die Abstimmung auf maximale Bremskraft. SRAM bietet daneben „Quiet" für mehr Geräuscharmut — Bremskraft und Laufruhe stehen sich technisch entgegen.
Muss ich die neuen Beläge einbremsen? Ja. Zehn bis zwanzig kontrollierte Bremsungen aus mittlerem Tempo — ohne diesen Schritt bremsen sie deutlich schwächer, als sie könnten.
Bremsenservice in unserer Werkstatt: Wir tauschen die Beläge, prüfen die Scheiben auf Verschleiß, stellen die Kolben zurück und bremsen ein. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Weitere Bremsenteile findest du in unserer Kategorie Bremsen und unter Teile. Für Bremsenservice, Belagwechsel und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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