Continental Light Fahrradschlauch 29 Zoll für MTB-Reifen 47 bis 62 mm, Sclaverandventil 42 mm
Continental Light Schlauch für 28 und 29 Zoll
Ein Butylschlauch mit reduzierter Wandstärke für Mountainbike-Reifen von 47 bis 62 Millimetern Breite auf Laufrädern mit 622 Millimetern Felgendurchmesser — also 28 oder 29 Zoll. Mit Sclaverandventil in 42 Millimetern Länge.
Light – was die dünnere Wand bringt und kostet
Die Light-Ausführung hat eine Wandstärke bis 0,45 Millimeter — ein Standardschlauch liegt deutlich darüber.
Was das bringt:
Weniger Gewicht. Und zwar an der wirksamsten Stelle: Was sich dreht, muss bei jedem Antritt nicht nur bewegt, sondern auch in Drehung versetzt werden. Der Schlauch sitzt am äußeren Rand des Laufrads, wo dieser Effekt am größten ist.
Und ein geschmeidigerer Reifen. Eine dünnere Schlauchwand verformt sich leichter mit — das senkt den Rollwiderstand geringfügig und verbessert das Ansprechverhalten auf kleine Unebenheiten.
Was du dafür in Kauf nimmst — und das gehört ehrlich dazu:
Er ist empfindlicher gegen Einstiche. Bei einem Dorn oder einer Scherbe gibt eine dünne Wand eher nach als eine dicke.
Und er verzeiht Montagefehler weniger. Wird der Schlauch beim Aufziehen zwischen Reifenwulst und Felgenhorn eingeklemmt, ist er schneller beschädigt. Das ist bei Leichtschläuchen die häufigste Schadensursache — nicht der Einsatz, sondern die Montage.
Zum Thema Luftverlust: Butyl hält Luft grundsätzlich gut. Ein Leichtschlauch verliert etwas schneller als ein dickwandiger, aber der Unterschied ist geringer, als oft behauptet wird — deutlich relevanter ist der Reifendruck selbst: Je höher der Druck, desto schneller entweicht Luft.
Für wen sich das lohnt: Wer sportlich fährt und auf Gewicht achtet. Für ein Alltagsrad, das über Bordsteine geht und auf dem Radweg Glasscherben begegnet, ist ein Standardschlauch die robustere Wahl.
Ein praktischer Zwischenweg: Leichtschläuche im Rad, einen Standardschlauch als Ersatz in der Satteltasche. Unterwegs zählt Zuverlässigkeit mehr als Gewicht.
47 bis 62 Millimeter – ein Schlauch für breite MTB-Reifen
Die Spanne reicht von 1.85 bis 2.45 Zoll — also über die gängigen Mountainbike-Breiten.
Warum das funktioniert: Butyl dehnt sich erheblich. Der Schlauch nimmt im Reifen die Form an, die dieser vorgibt — solange er innerhalb seiner Auslegungsspanne bleibt.
Was du davon hast: Ein Ersatzschlauch passt zu mehreren Reifen. Wer im Sommer schmalere und im Winter breitere Reifen fährt, braucht nur eine Sorte.
Was trotzdem stimmen muss: Auf der Flanke deines Reifens steht die ETRTO-Angabe. Die zweite Zahl muss 622 sein — das ist 29 Zoll beim Mountainbike, 28 Zoll beim Trekkingrad und 700C beim Rennrad. Alle drei meinen dasselbe Maß.
Ein Hinweis zur Spanne: Am unteren und oberen Ende arbeitet der Schlauch außerhalb seines Optimums. Bei einem sehr breiten Reifen ist er stark gedehnt, und die ohnehin dünne Wand wird noch dünner. Bei 2.4 Zoll und mehr ist ein Standardschlauch die sicherere Wahl.
42 Millimeter Ventil – reicht das für deine Felge?
Die Ventillänge muss zur Felgenhöhe passen — und bei Mountainbike-Felgen ist das meist unproblematisch.
Warum: MTB-Felgen bauen flach. Tiefe Aero-Felgen, bei denen die Ventillänge kritisch wird, findet man dort praktisch nicht.
42 Millimeter decken damit ab, was an einem Mountainbike verbaut ist.
Die Faustregel bleibt: Nach dem Durchstecken sollten mindestens 15 bis 20 Millimeter Gewinde frei bleiben. Weniger, und der Pumpenkopf sitzt nur auf der Spitze — er rutscht dann ab oder verbiegt das Ventil.
Zum Sclaverandventil: Sclaverand, Presta und französisches Ventil bezeichnen dasselbe — das schmale Ventil mit der kleinen Rändelmutter an der Spitze.
Und ein Hinweis zur Felgenbohrung: Sclaverand braucht rund 6,5 Millimeter. Ist deine Felge für Autoventile gebohrt, sitzt das Ventil lose und kippelt — auf Dauer belastet das den Ventilfuß, und dort reißt ein Schlauch am häufigsten. Ein Reduzierring löst das.
Beim Einbau – bei einem Leichtschlauch besonders
Ein dünnwandiger Schlauch verzeiht weniger. Vier Handgriffe entscheiden darüber, ob er hält.
Das Felgenband prüfen. Es deckt die Speichenlöcher ab. Ist es verrutscht oder zu schmal, sticht eine Lochkante von innen in den Schlauch — bei dünner Wand schneller als bei dicker. Und man sucht den Fehler dann vergeblich außen am Reifen.
Den Schlauch leicht vorpumpen, bis er gerade seine Form annimmt. Dann verdreht er sich im Reifen nicht — und ein verdrehter Schlauch reibt sich von innen durch.
Das Ventil senkrecht ausrichten. Sitzt es schräg, steht der Ventilfuß dauerhaft unter Spannung. Genau dort reißt ein Schlauch am häufigsten — und dort lässt er sich nicht flicken.
Vor dem vollständigen Aufpumpen ringsum prüfen, dass der Reifenwulst sauber sitzt und der Schlauch nirgends darunter hervorschaut. Das ist der Moment, in dem die meisten frischen Leichtschläuche zerstört werden.
Zum Luftdruck: Er richtet sich nach dem Reifen, nicht nach dem Schlauch. Auf der Reifenflanke steht der zulässige Bereich — bei einem breiten MTB-Reifen sind das etwa 1,8 bis 3 bar.
Und bei einem Leichtschlauch der wichtigste Punkt: Den unteren Bereich nicht unterschreiten. Zu wenig Druck führt zum Durchschlag — der Reifen wird an einer Kante bis auf die Felge durchgedrückt, und der Schlauch bekommt zwei Löcher nebeneinander. Eine dünne Wand hält dem noch weniger stand.
Technische Daten
Modell: Continental Schlauch MTB Light
Größe: ETRTO 47/62-622, entspricht 28 und 29 Zoll
Passende Reifenbreiten: 47 bis 62 mm, also 1.85 bis 2.45 Zoll
Ventiltyp: Sclaverand, auch Presta oder französisches Ventil genannt
Ventillänge: 42 mm
Material: Butyl-Kautschuk
Wandstärke: reduziert, bis 0,45 mm
Fertigung: vulkanisiert in Metallformen
Einsatzbereich: Mountainbike, sportlicher Einsatz
Weniger geeignet für: Alltagsräder mit hoher Pannenwahrscheinlichkeit und Reifen über 2.4 Zoll
Hersteller-Artikelnummer: 0182321
Lieferumfang: ein Schlauch
Häufige Fragen
Passt der Schlauch zu meinem Reifen? Auf der Flanke steht die ETRTO-Angabe. Die zweite Zahl muss 622 sein, die erste zwischen 47 und 62 liegen.
Was bedeutet Light? Eine reduzierte Wandstärke bis 0,45 mm und damit weniger Gewicht an der wirksamsten Stelle. Der Preis dafür ist mehr Empfindlichkeit bei Einstichen und Montagefehlern.
Ist er pannensicherer als ein normaler Schlauch? Nein, im Gegenteil — eine dünnere Wand gibt bei einem Einstich eher nach. Der Vorteil liegt beim Gewicht, nicht beim Pannenschutz.
Lohnt er sich für mein Alltagsrad? Eher nicht. Für ein Rad, das über Bordsteine geht und auf dem Radweg Glasscherben begegnet, ist ein Standardschlauch die robustere Wahl.
Reicht die Ventillänge von 42 mm? An Mountainbike-Felgen in aller Regel ja — sie bauen flach. Prüf, wie viel Gewinde bei deinem bisherigen Ventil frei bleibt.
Montage in unserer Werkstatt: Wir ziehen den Reifen auf, prüfen Felgenband und Wulstsitz und stellen den passenden Druck ein. Ruf uns an unter 07171 929 556.
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