DT Swiss ER 1400 Dicut 25 DB Vorderrad fürs Rennrad, 28 Zoll, Alu, 22 mm Maulweite, Centerlock, 100 x 12 mm
DT Swiss ER 1400 Dicut 25 Vorderrad in 28 Zoll
Ein Vorderrad für Rennrad und Endurance mit geschweißter Aluminiumfelge — 25 Millimeter Felgenhöhe, 22 Millimeter Maulweite, tubeless ready. Mit der DT Swiss 240 DICUT Nabe und Ratchet-EXP-Freilaufsystem. Rund 723 Gramm.
Ein Hinweis zum Lieferumfang: Dieser Artikel ist das Vorderrad einzeln — nicht der komplette Laufradsatz.
Wofür die ER-Reihe gemacht ist
Das ist bei diesem Laufrad die Einordnung — und sie steckt in den zwei Buchstaben.
Was ER bedeutet: Endurance Road — DT Swiss' Reihe für Rennräder, die auf lange Distanzen und gemischten Untergrund ausgelegt sind.
Was das von einem reinen Rennlaufrad unterscheidet:
Die Felgenhöhe ist gering. 25 Millimeter statt 45 oder mehr.
Was daraus folgt: Weniger aerodynamischer Vorteil — dafür deutlich unempfindlicher bei Seitenwind und geringeres Gewicht.
Und die Maulweite ist breit. 22 Millimeter — ausgelegt auf breitere Reifen bei niedrigem Druck.
Für wen das die richtige Wahl ist:
Für lange Ausfahrten, bei denen Komfort mehr zählt als die letzte Sekunde.
Für Allroad und leichten Schotter.
Und für alle, die ein zuverlässiges Alltags- und Trainingslaufrad suchen — Aluminium ist reparierbar, Carbon in aller Regel nicht.
Die Felge — 25 mm hoch, 22 mm Maulweite
Zwei Werte bestimmen, wie sich das Laufrad fährt und welche Reifen passen — und sie werden häufig verwechselt.
Die Felgenhöhe: 25 Millimeter.
Was das ist: Wie tief das Felgenprofil baut — von der Speichenaufnahme bis zum Felgenhorn.
Was 25 Millimeter bedeuten: Eine flache Felge.
Was dafür spricht: Geringes Gewicht — und Ruhe bei Seitenwind. Eine hohe Felge wirkt wie ein Segel.
Die Maulweite: 22 Millimeter.
Was das ist: Der Abstand zwischen den Felgenhörnern innen — also die Breite, auf der der Reifen aufsitzt.
Warum das die wichtigste Felgenangabe ist: Sie bestimmt, wie breit der Reifen tatsächlich aufbaut — und welche Breiten sinnvoll sind.
Zur Einordnung: Ältere Rennradfelgen liegen bei 13 bis 15 Millimetern. 22 Millimeter sind deutlich breiter.
Was daraus folgt:
Ein Reifen baut breiter auf als angegeben. Rechnen Sie mit ein bis zwei Millimetern mehr.
Und er steht runder statt tropfenförmig. Das verbessert Kurvenhalt und Rollverhalten — und erlaubt niedrigeren Druck.
Welche Reifenbreiten sinnvoll sind: Bei 22 Millimetern Maulweite passen Reifen ab etwa 28 Millimetern gut — und nach oben ist bis in den Gravelbereich Luft.
Was Sie prüfen sollten: Die Reifenfreiheit an Ihrer Gabel — sie begrenzt die Breite.
Zur Felgenbauart: Hooked — also mit Felgenhorn.
Warum das relevant ist: Hakenlose Felgen begrenzen den zulässigen Luftdruck stärker. Eine Hooked-Felge ist bei der Reifenwahl flexibler.
Die DICUT-Nabe und das Ratchet-EXP-System
Im Zentrum sitzt eine DT Swiss 240 DICUT — die Nabe, für die DT Swiss bekannt ist.
Was DICUT ausmacht: Eine patentierte Bauweise mit zwei Speichen in einem Speichenloch.
Was das bewirkt: Weniger und kleinere Öffnungen im Nabenflansch — und damit ein aerodynamischer Vorteil bei geringerem Gewicht.
Was das Ratchet-System ausmacht: Der Freilauf arbeitet mit zwei gegenüberliegenden Zahnscheiben statt mit Sperrklinken.
Was daran besonders ist:
Alle Zähne greifen gleichzeitig. Bei einem Sperrklinkenfreilauf trägt immer nur ein Teil der Klinken — hier verteilt sich die Last auf den gesamten Umfang.
Und der Freilauf lässt sich in aller Regel von Hand zerlegen. Reinigen und Fetten ist eine Arbeit von Minuten.
Was EXP hinzufügt: Eine überarbeitete Ausführung mit weniger Einzelteilen — leichter und wartungsärmer als das klassische Ratchet-System.
Ein Hinweis für dieses Vorderrad: Der Freilauf sitzt am Hinterrad. Am Vorderrad ist die Nabe entsprechend einfacher aufgebaut — die DICUT-Bauweise und die Lagerqualität gelten aber ebenso.
Zu den Speichen: DT aerolite — Straightpull mit abgeflachtem Profil.
Was Straightpull bedeutet: Die Speichen haben keinen gebogenen Kopf, sondern laufen gerade in den Nabenflansch — dort sitzt bei herkömmlichen Speichen die häufigste Bruchstelle.
Und was daraus folgt: Straightpull-Speichen sind nabenspezifisch. Halten Sie im Ersatzfall die Nabenbezeichnung bereit.
Vor der Bestellung: die Schnittstellen
Bei einem Laufrad entscheiden die Anschlussmaße — und alle sind eindeutig prüfbar.
Das Einbaumaß: 100 × 12 Millimeter.
Was das bedeutet: 100 Millimeter Einbaubreite, 12 Millimeter Steckachse — der verbreitete Standard an Rennrädern und Gravelbikes mit Scheibenbremse.
Wie Sie es prüfen: Messen Sie den Abstand zwischen den Gabelausfallenden — oder schauen Sie auf Ihre vorhandene Steckachse.
Zur Abgrenzung: An Mountainbikes ist 110 Millimeter verbreitet — der Boost-Standard. Er ist nicht kompatibel.
Und an älteren Rennrädern mit Felgenbremse sitzt ein Schnellspanner mit 100 Millimetern — auch der passt nicht.
Die Bremsscheibenaufnahme: Centerlock.
Was das ist: Die Bremsscheibe wird über eine Verzahnung aufgeschoben und mit einem Verschlussring gesichert — statt mit sechs Schrauben.
Zur Abgrenzung: Die Alternative heißt 6-Loch. Eine 6-Loch-Scheibe passt nicht direkt auf eine Centerlock-Nabe — dafür gibt es Adapter.
Der Laufraddurchmesser: 622 Millimeter.
Was das entspricht: 28 Zoll beziehungsweise 700C — das Rennradmaß.
Ein Hinweis dazu: 622 Millimeter ist zugleich der Felgendurchmesser von 29-Zoll-Mountainbikes.
Was daraus folgt: Rein vom Durchmesser her passt der Reifen — Felgenbreite, Maulweite und Einbaumaß sind aber auf Rennrad und Allroad ausgelegt. Für ein Mountainbike ist dieses Laufrad nicht gedacht.
Was nicht enthalten ist: Bremsscheibe, Reifen, Dichtmilch und Steckachse.
Zum Tubeless-Aufbau
Die Felge ist dafür vorbereitet.
Was für Tubeless spricht:
Kein Durchschlag mehr. Ohne Schlauch kann er nicht eingeklemmt werden — die häufigste Panne bei niedrigem Druck.
Und kleine Löcher dichten sich selbst. Die Milch verschließt sie im Fahren.
Warum das bei 22 Millimetern Maulweite besonders passt: Eine breite Felge erlaubt niedrigen Druck — und genau dort ist die Durchschlaggefahr am höchsten.
Was Sie zusätzlich brauchen: Tubeless-Felgenband, ein Tubeless-Ventil und Dichtmilch.
Ein Hinweis dazu: DT Swiss liefert aktuelle Laufräder in aller Regel mit montiertem Tubeless-Felgenband und passenden Ventilen. Wir prüfen den genauen Lieferumfang für Sie.
Was Sie in Kauf nehmen: Die Milch trocknet ein und muss je nach Sorte alle vier bis sechs Monate erneuert werden.
Wir bauen gern für Sie auf — inklusive Felgenband, Ventil und Dichtmilch.
Gewicht und Systemgewicht
Rund 723 Gramm für das Vorderrad.
Zur Einordnung: Für ein Aluminium-Rennradlaufrad ist das ein guter Wert — ein Carbonlaufrad ähnlicher Höhe liegt rund hundert Gramm darunter, kostet aber ein Vielfaches.
Warum Gewicht am Laufrad stärker zählt als anderswo: Es sitzt in der rotierenden Masse — und muss bei jeder Beschleunigung nicht nur bewegt, sondern in Drehung versetzt werden.
Zum maximalen Systemgewicht: 120 Kilogramm.
Was das umfasst: Fahrer, Rad und Gepäck zusammen.
Warum das ernst zu nehmen ist: Es ist eine Herstellervorgabe. Bei Überschreitung entfällt die Gewährleistung — und ein Laufrad ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil.
Zur E-Bike-Freigabe: DT Swiss weist das Laufrad für E-Bikes bis 25 km/h beziehungsweise 250 Watt aus.
Was das bedeutet: An einem Pedelec ist es einsetzbar — an einem S-Pedelec mit 45 km/h nicht.
Warum Aluminium statt Carbon
Ein Abschnitt zur ehrlichen Einordnung.
Was für Carbon spricht: Geringeres Gewicht — und bei hohen Felgen die bessere Aerodynamik.
Was für Aluminium spricht:
Der Preis. Deutlich niedriger bei vergleichbarer Nabenqualität.
Die Reparierbarkeit. Eine verzogene Alufelge lässt sich zentrieren — und im Schadensfall neu einspeichen.
Und die Schadensbeurteilung. Ein Schlag an einer Alufelge ist sichtbar. Bei Carbon ist ein Riss von außen nicht zwingend erkennbar.
Was daraus folgt: Für ein Trainings-, Alltags- und Allroad-Laufrad ist Aluminium in aller Regel die vernünftigere Wahl. Carbon lohnt sich dort, wo es um Wettkampf und Aerodynamik geht.
Zur Montage und Pflege
Vor dem Einbau: Die Bremsscheibe montieren — mit dem vorgegebenen Drehmoment am Verschlussring.
Und die Steckachse prüfen. Sie gehört nicht zum Lieferumfang und muss zu Ihrer Gabel passen — Gewindeart und Länge unterscheiden sich zwischen Herstellern.
Nach dem Einbau prüfen:
Den festen Sitz der Achse.
Die Bremsscheibe auf Schleiffreiheit. Und gegebenenfalls den Bremssattel neu ausrichten.
Und den Rundlauf. Laufrad drehen und den Abstand zur Gabel beobachten.
Ein wichtiger Hinweis zur Speichenspannung: Ein neues Laufrad setzt sich in den ersten Kilometern.
Was daraus folgt: Lassen Sie es nach etwa 200 bis 300 Kilometern nachzentrieren — das ist normal und erhält die Lebensdauer.
Zur Pflege: Die Bremsflanke sauber halten und kein Öl auf die Bremsscheibe bringen.
Und keinen Hochdruckreiniger auf die Nabenlager richten.
Technische Daten
Hersteller: DT Swiss
Modell: ER 1400 Dicut 25 DB
Ausführung: Vorderrad
Einsatzbereich: Road und Endurance
Laufradgröße: 28 Zoll / 700C, Felgendurchmesser 622 mm
Felgenmaterial: Aluminium, geschweißt
Felgenhöhe: 25 mm
Maulweite: 22 mm
Felgenbauart: Hooked, tubeless ready
Nabe: DT Swiss 240 DICUT
Nabentechnik: zwei Speichen in einem Speichenloch
Freilaufsystem der Reihe: Ratchet EXP (am Hinterrad)
Speichen: DT aerolite, Straightpull
Einbaumaß: 100 × 12 mm Steckachse
Bremsscheibenaufnahme: Centerlock
Gewicht: ca. 723 g
Maximales Systemgewicht: 120 kg
E-Bike-Freigabe: bis 25 km/h beziehungsweise 250 W
Farbe: schwarz
Nicht enthalten: Bremsscheibe, Reifen, Dichtmilch, Steckachse
Nicht geeignet für: Mountainbikes mit Boost-Einbaumaß 110 × 15 mm
Lieferumfang Felgenband und Ventil: auf Anfrage
Hersteller-Artikelnummer: 7005002987
Lieferumfang: ein Vorderrad
Häufige Fragen
Bekomme ich ein Vorderrad oder einen Laufradsatz? Dieser Artikel ist das Vorderrad einzeln.
Passt es an mein Mountainbike? Nein. Der Felgendurchmesser entspricht zwar 29 Zoll, das Laufrad ist aber für Rennrad und Allroad ausgelegt — mit 100 × 12 mm Einbaumaß statt Boost 110 × 15 mm.
Passt es an mein Rad? Erforderlich sind eine Gabel mit 100 × 12 mm Steckachse und eine Bremsscheibe mit Centerlock-Aufnahme.
Welche Reifenbreiten passen? Bei 22 mm Maulweite sind Reifen ab etwa 28 mm sinnvoll — nach oben begrenzt die Reifenfreiheit Ihrer Gabel. Rechnen Sie damit, dass der Reifen ein bis zwei Millimeter breiter aufbaut als angegeben.
Laufradservice in unserer Werkstatt: Wir prüfen die Einbaumaße, bauen den Reifen tubeless auf, montieren die Bremsscheibe und zentrieren das Laufrad nach den ersten Kilometern nach. Telefonisch erreichbar unter 07171 929 556.
Weitere Laufräder finden Sie in unserer Kategorie Laufräder und unter Teile. Für Laufradservice, Tubeless-Aufbau und Zentrierarbeiten ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für Sie da.
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