SRAM DUB Innenlager mit BSA-Gewinde für Tretlagergehäuse 68 und 73 mm, Ausführung MTB Wide
SRAM DUB Innenlager BSA in der Ausführung MTB Wide
Ein Innenlager für SRAM-Kurbeln mit DUB-Achse — in der geschraubten Ausführung mit BSA-Gewinde, für Tretlagergehäuse mit 68 und 73 Millimetern Breite. Lagerschalen aus Aluminium.
Was DUB bedeutet
DUB steht für Durable Unified Bottom Bracket — SRAMs Achsstandard.
Das Problem, das SRAM damit gelöst hat: Über die Jahre war eine große Zahl von Innenlagerstandards entstanden — mit unterschiedlichen Achsdurchmessern für unterschiedliche Rahmenbauarten. Wer eine Kurbel kaufen wollte, musste erst klären, welche Achse zu seinem Rahmen passte.
Was DUB ändert: Ein einheitlicher Achsdurchmesser für alle Rahmenbauarten. Die Anpassung erfolgt über das Innenlager, nicht über die Kurbel.
Was das praktisch bedeutet: Die Kurbel bleibt dieselbe — und das passende Innenlager stellt die Verbindung zum jeweiligen Rahmen her.
Und daraus folgt die Passfrage: Sie brauchen ein Innenlager, das zu Ihrem Tretlagergehäuse passt — bei gleicher Kurbel.
BSA – das geschraubte Tretlager
BSA ist die verbreitetste Gewindenorm für Tretlagergehäuse — benannt nach der British Standard Association.
Was das bedeutet: Die Lagerschalen werden in ein Gewinde im Rahmen geschraubt.
Zur Abgrenzung: Daneben gibt es PressFit-Systeme, bei denen die Lager in den Rahmen gepresst werden. Sie sind nicht austauschbar — ein BSA-Innenlager passt nicht in einen PressFit-Rahmen und umgekehrt.
Wie Sie es unterscheiden: Schauen Sie sich das Tretlagergehäuse an. Sind dort Gewindeschalen sichtbar, die aus dem Rahmen herausstehen und einen Zahnkranz tragen, ist es BSA. Bei PressFit ist die Außenseite glatt.
Was für BSA spricht:
Es lässt sich mit Werkzeug ein- und ausbauen — ohne Presse und Auszieher.
Und es knackt seltener. PressFit-Lager sind für Knackgeräusche bekannt, wenn die Rahmentoleranzen nicht exakt stimmen. Ein geschraubtes Lager sitzt definiert.
Ein wichtiger Hinweis zur Gewinderichtung: Die Lagerschalen sind gegenläufig geschnitten. Die rechte Seite hat in aller Regel ein Linksgewinde — sie wird gegen den Uhrzeigersinn festgezogen. Wer in die falsche Richtung dreht, beschädigt das Gewinde im Rahmen.
68 und 73 Millimeter – die Gehäusebreite
Das ist die erste Maßangabe, die stimmen muss.
Was gemeint ist: Die Breite des Tretlagergehäuses am Rahmen — also der Abstand zwischen den beiden Außenseiten.
68 Millimeter ist das übliche Maß an Rennrädern und älteren Mountainbikes.
73 Millimeter ist an Mountainbikes verbreitet.
Dass dieses Innenlager beide abdeckt, liegt an mitgelieferten oder integrierten Distanzelementen — die Anpassung erfolgt beim Einbau.
Wie Sie Ihre Breite messen: Mit einem Messschieber über die Außenkanten des Tretlagergehäuses — bei ausgebauter Kurbel und ausgebautem Innenlager.
Oder Sie nehmen die Angabe aus der Rahmendokumentation.
MTB Wide – die Angabe, die am ehesten übersehen wird
Das ist bei diesem Innenlager der Punkt, der über eine Fehlbestellung entscheidet.
Was Wide bedeutet: Die Ausführung ist für Kurbeln mit einer größeren Kettenlinie ausgelegt.
Was Kettenlinie ist: Der Abstand zwischen der Rahmenmitte und der Mitte des Kettenblatts.
Warum sie größer geworden ist: Moderne Mountainbikes haben breitere Hinterbauten — durch Boost-Einbaubreiten und breitere Reifen. Damit die Kette an der Kettenstrebe vorbeikommt, muss das Kettenblatt weiter außen sitzen.
Was daraus folgt: Die Achse und die Lagerposition müssen dazu passen — und genau das leistet die Wide-Ausführung.
Was bei falscher Wahl passiert: Die Kurbel sitzt seitlich versetzt. Im günstigen Fall schaltet die Schaltung unsauber, im ungünstigen streift die Kette am Rahmen — oder die Kurbel passt gar nicht.
Wie Sie prüfen, was Sie brauchen: Die Kettenlinie ist bei SRAM-Kurbeln angegeben — häufig auf der Kurbel selbst oder in der Modellbeschreibung.
Nennen Sie uns Rad, Kurbel und Baujahr, dann gleichen wir es vor der Bestellung ab. Bei einem Teil, das nur in einer bestimmten Kombination passt, ist das die Minute wert.
Wann ein Innenlagerwechsel ansteht
Das Innenlager arbeitet unauffällig — bis es Geräusche macht.
Woran Sie es erkennen:
Es knackt beim Antritt. Das klassische Zeichen — meist unter Last, am Berg oder im Wiegetritt.
Es läuft rau. Kurbel abnehmen und die Achse von Hand drehen. Sie muss gleichmäßig laufen — spürbares Rasten bedeutet beschädigte Laufbahnen.
Es hat Spiel. Kurbelarme seitlich bewegen. Ein spürbares Wackeln bedeutet ausgeschlagene Lager.
Und es mahlt. Meist durch eingedrungenes Wasser — das Tretlager sitzt am tiefsten Punkt des Rahmens.
Ein wichtiger Hinweis zur Diagnose: Ein knackender Antrieb hat nicht zwingend das Innenlager als Ursache.
Auch infrage kommen: Pedale, Kurbelschrauben, Kettenblattschrauben, Sattelstützenklemmung und Steckachsen. Geräusche wandern am Rahmen — was am Tretlager zu knacken scheint, kommt manchmal vom Sattel.
Und beim E-Bike: Dort belastet das Motordrehmoment den Antrieb erheblich stärker als reine Muskelkraft — Innenlager verschleißen entsprechend schneller.
Bringen Sie das Rad gern vorbei, dann grenzen wir es ein, bevor Sie Teile bestellen.
Zum Einbau
Was Sie benötigen: Ein Innenlagerwerkzeug passend zum Zahnkranz der SRAM-Lagerschalen, einen Drehmomentschlüssel und Montagefett.
Die Arbeitsschritte:
Kurbel demontieren und das alte Innenlager ausschrauben — auf die Gewinderichtung achten.
Die Gewinde im Rahmen reinigen. Alte Fettreste, Späne und Korrosion müssen weg.
Und das Gewinde prüfen. Wenn die neue Lagerschale schwergängig geht, hören Sie auf. Ein Gewinde im Rahmen lässt sich nur begrenzt instand setzen — und ein beschädigtes ist ein erheblicher Schaden.
Die Gewinde fetten. Ein trocken eingeschraubtes Aluminiumteil in einem Aluminiumrahmen kann sich festfressen — und ein ungefettetes Gewinde ist eine häufige Ursache für Knackgeräusche.
Das Drehmoment einhalten. SRAM macht dazu Vorgaben, und sie liegen höher, als viele erwarten.
Und beim Einbau der Kurbel: Die Vorspannung über die dafür vorgesehene Einstellung setzen und die Klemmschrauben anziehen. Die Reihenfolge ist entscheidend.
Nach dem Einbau: Kurbel von Hand drehen — sie muss leicht und ohne Spiel laufen. Und nach den ersten Fahrten den festen Sitz prüfen.
Wir übernehmen den Wechsel gern und prüfen dabei das Rahmengewinde und die Kettenlinie mit — bei einem Innenlager, das zu Rahmen und Kurbel passen muss, ist das der sichere Weg.
Technische Daten
Hersteller: SRAM
Produkt: Innenlager
Achsstandard: DUB
Gewindenorm: BSA, englisches Gewinde
Bauart: geschraubt
Gehäusebreiten: 68 und 73 mm
Ausführung: MTB Wide, für größere Kettenlinie
Material der Lagerschalen: Aluminium
Nicht geeignet für: PressFit-Rahmen und Kurbeln mit abweichendem Achsstandard
Zusätzlich benötigt: Innenlagerwerkzeug, Drehmomentschlüssel, Montagefett
Hersteller-Artikelnummer: 00.6418.015.005
Lieferumfang: ein Innenlager
Häufige Fragen
Passt das Innenlager an meinen Rahmen? Erforderlich ist ein BSA-Gewinde und eine Gehäusebreite von 68 oder 73 mm. Bei PressFit-Rahmen passt es nicht — dort ist die Außenseite des Tretlagergehäuses glatt, ohne Gewindeschalen.
Was bedeutet MTB Wide? Die Ausführung ist für Kurbeln mit größerer Kettenlinie ausgelegt, wie sie an modernen Mountainbikes mit breiten Hinterbauten verwendet werden. Bei falscher Wahl sitzt die Kurbel seitlich versetzt.
Passt es zu meiner Kurbel? Erforderlich ist eine SRAM-Kurbel mit DUB-Achse. Nennen Sie uns Rad, Kurbel und Baujahr — wir gleichen es vor der Bestellung ab.
In welche Richtung wird geschraubt? Die Lagerschalen sind gegenläufig geschnitten — rechts in aller Regel Linksgewinde. Wer falsch dreht, beschädigt das Gewinde im Rahmen.
Antriebsservice in unserer Werkstatt: Wir wechseln das Innenlager, prüfen das Rahmengewinde und die Kettenlinie und stellen die Kurbelvorspannung ein. Telefonisch erreichbar unter 07171 929 556.
Weitere Antriebsteile finden Sie in unserer Kategorie Antrieb und passendes Werkzeug unter Werkstattbedarf. Für Antriebsservice, Innenlagerwechsel und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für Sie da.
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