Schwalbe Smart Sam Fahrradreifen 20 Zoll für Kinderräder, 47-406, Drahtreifen mit K-Guard
Schwalbe Smart Sam in 20 Zoll für Kinderräder
Der Smart Sam ist Schwalbes meistverkaufter Mountainbike-Reifen — und diese Ausführung bringt ihn auf Kinderräder. Ein Allround-Profil für Asphalt und Waldweg gleichermaßen, mit K-Guard-Pannenschutz. Größe 20 × 1.85, Drahtreifen, 435 Gramm.
Warum ein Allround-Profil am Kinderrad das richtige ist
Bei Erwachsenenrädern wählt man den Reifen nach dem Einsatz: Straßenreifen fürs Pendeln, grobes Profil fürs Gelände. Bei einem Kinderrad funktioniert das nicht — und der Grund ist der Alltag der Kinder.
Ein Kinderrad fährt alles. Morgens zur Schule über Asphalt, nachmittags über den Waldweg, dazwischen über Bordsteine, Kies und die Wiese hinterm Haus. Es gibt keine „Trainingsrunde" und keinen Einsatzzweck — es gibt den Weg, den das Kind gerade nimmt.
Genau darauf zielt ein Allround-Profil:
Ein flaches, dicht stehendes Mittelprofil rollt auf Asphalt leicht. Das ist wichtiger, als man denkt — Kinder haben wenig Kraft, und ein schwer rollender Reifen macht aus einem Schulweg eine Anstrengung.
Ausgeprägtere Schulterstollen greifen, sobald es lose wird oder das Rad in die Kurve geht.
Und die geringen Vibrationen, die Schwalbe für diesen Reifen ausweist, wirken sich beim Kind stärker aus als beim Erwachsenen: Kinder sitzen aufrechter, und mehr Gewicht auf dem Sattel bedeutet, dass mehr am Körper ankommt.
Der praktische Punkt zum Schluss: Der Smart Sam löst bei Schwalbe den Black Jack ab — den Reifen, der jahrelang an unzähligen Kinderrädern verbaut war. Wer einen Black Jack ersetzt, findet hier den Nachfolger.
K-Guard – Pannenschutz da, wo er zählt
Der K-Guard ist eine Schutzlage aus Kevlarfasern unter der Lauffläche. Bei einem Kinderrad ist das wertvoller als bei jedem anderen Rad, und dafür gibt es drei Gründe.
Kinder weichen nicht aus. Ein Erwachsener sieht die Scherbe und fährt drumherum. Ein Kind fährt drüber — weil es auf den Weg schaut und nicht auf den Boden zwei Meter voraus.
Kinder fahren dort, wo Scherben liegen. Am Bordsteinrand, über den Parkplatz, am Rand des Schulhofs.
Und eine Panne trifft ein Kind härter. Es kann nicht flicken, es kann das Rad kaum schieben, und der Nachmittag ist vorbei. Ein Platten am Kinderrad bedeutet fast immer, dass jemand geholt werden muss.
Was der K-Guard leistet und was nicht: Er schützt gegen Einstiche von Scherben, Dornen und Draht — die häufigste Pannenart. Gegen Durchschläge bei zu wenig Luftdruck hilft er nicht, denn dabei wird der Schlauch seitlich zwischen Felgenhorn und Hindernis eingeklemmt.
Und genau das ist am Kinderrad die zweithäufigste Panne — womit wir beim wichtigsten Punkt sind.
Luftdruck am Kinderrad – die unterschätzte Sache
Der zulässige Druck liegt bei bis zu 4,5 bar. Wichtiger als die Obergrenze ist aber, dass überhaupt regelmäßig geprüft wird — und genau das passiert am Kinderrad seltener als an jedem anderen.
Warum das so ist:
Kinderräder stehen lange. Zwischen zwei Ausfahrten vergehen oft Wochen. Butylschläuche verlieren in dieser Zeit spürbar Luft, ganz ohne Loch.
Ein Kind merkt es nicht. Erwachsene spüren einen weichen Reifen sofort am Fahrverhalten. Ein Kind kennt es nicht anders und tritt einfach schwerer — und wird dann schneller müde, ohne zu wissen warum.
Und zu wenig Druck verursacht Pannen. Ein weicher Reifen wird an einer Bordsteinkante bis auf die Felge durchgedrückt. Der Schlauch bekommt dabei zwei Löcher nebeneinander — der klassische Durchschlag, und die häufigste vermeidbare Panne am Kinderrad.
Der Aufwand dagegen ist minimal: Vor jeder Ausfahrt kurz mit dem Daumen drücken, alle paar Wochen mit der Pumpe nachfüllen. Zwei Minuten, die einen verdorbenen Nachmittag ersparen.
Ein Hinweis zum Druckbereich: Ein Kind wiegt einen Bruchteil eines Erwachsenen — man muss den Reifen nicht bis an die Obergrenze aufpumpen. Zu wenig ist aber deutlich schlechter als etwas zu viel, weil der Durchschlagschutz daran hängt.
47-406 – die Größe prüfen
„20 Zoll" ist keine eindeutige Angabe. Es gibt zwei verschiedene 20-Zoll-Maße, und sie sind nicht austauschbar.
406 Millimeter — dieser Reifen — ist das verbreitete Maß an Kinderrädern, Falträdern und BMX.
451 Millimeter findet sich an manchen Falträdern und sportlichen 20-Zoll-Rädern.
So prüfst du es: Auf der Flanke deines alten Reifens steht die ETRTO-Angabe — eine Zahlenkombination wie „47-406". Die zweite Zahl muss 406 sein.
Die erste Zahl — hier 47 — ist die Breite in Millimetern. Sie darf abweichen, dann ändert sich das Fahrverhalten entsprechend: schmaler rollt leichter, breiter federt mehr und gibt mehr Grip.
Und die Rahmenfreiheit: Zwischen Reifen und Rahmen, Gabel und Schutzblech sollte ringsum Platz bleiben. Bei Kinderrädern mit eng sitzenden Schutzblechen kann es bei 47 Millimetern knapp werden — im Herbst blockiert dann feuchtes Laub das Rad.
Ein Hinweis, wann sich der Reifenwechsel überhaupt lohnt: Kinderreifen werden selten abgefahren — das Kind wächst vorher aus dem Rad heraus. Häufiger sind sie durch Standzeit gealtert: Feine Risse in der Flanke, hart gewordenes Gummi. Bei einem Rad, das vom Geschwisterkind übernommen wird, lohnt der prüfende Blick auf die Flanken — ein alter Reifen hat weniger Grip, als er aussieht.
Technische Daten
Modell: Schwalbe Smart Sam, Profil HS624
Ausführung: Kids
Größe: 20 × 1.85 Zoll, ETRTO 47-406
Bauart: Drahtreifen
Pannenschutz: K-Guard, Kevlar-Schutzlage
Linie: Active Line
Gummimischung: SBC, Schwalbe Basic Compound
Luftdruck: bis 4,5 bar
Gewicht: 435 g
Farbe: schwarz
Einsatzbereich: Kinderräder, Asphalt und feste Naturwege
Fertigung: Deutschland
Hersteller-Artikelnummer: 11159561
Lieferumfang: ein Reifen
Häufige Fragen
Passt der Reifen an das Rad meines Kindes? Auf der Flanke des alten Reifens steht die ETRTO-Angabe. Die zweite Zahl muss 406 sein — bei 451 passt er nicht. Bring im Zweifel das Laufrad vorbei.
Wie viele Reifen bekomme ich? Der Preis gilt für einen Reifen. Für ein komplettes Rad brauchst du zwei — und es lohnt sich, beide gleichzeitig zu wechseln.
Brauche ich auch einen neuen Schlauch? Nicht zwingend. Wenn der alte dicht ist und keine Flicken trägt, kann er weiterverwendet werden. Bei einem Rad, das lange stand, lohnt der Tausch — Butyl altert.
Wie viel Luftdruck soll ich fahren? Bis 4,5 bar sind zulässig. Ein Kind wiegt wenig — man muss nicht bis an die Grenze gehen. Zu wenig ist aber deutlich schlechter, weil daran der Durchschlagschutz hängt.
Wann muss ein Kinderreifen gewechselt werden? Selten wegen Abnutzung — meist wegen Alterung. Feine Risse in der Flanke und hart gewordenes Gummi sind die Anzeichen, besonders bei Rädern, die lange standen.
Montage in unserer Werkstatt: Wir ziehen den Reifen auf, prüfen Felgenband und Schlauch und stellen den passenden Druck ein. Ruf uns an unter 07171 929 556.
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