PRO Steuersatz IS52/40 für interne Zugverlegung, integriert, tapered 1 1/8 Zoll, mit Edelstahllagern
PRO Steuersatz IS52/40 für interne Verlegung
Ein komplettes Steuersatzset für Rahmen mit interner Zugverlegung durch das Steuerrohr — in der Norm IS52/40, integrierte Bauart, für tapered Gabelschäfte mit 1 1/8 Zoll oben. Mit Edelstahllagern, rundem Abschluss und einem 28,6-mm-Adapter für die Zugführung. 87 Gramm.
Wofür ein Steuersatz mit Zugführung da ist
Das ist bei diesem Artikel der Kern — und er unterscheidet ihn von einem gewöhnlichen Steuersatz.
Was moderne Rahmen anders machen: Bremsleitungen und Schaltzüge verlaufen nicht mehr außen am Rahmen entlang, sondern durch den Lenker, den Vorbau und das Steuerrohr in den Rahmen.
Was das erfordert: Die Leitungen müssen am Steuersatz vorbei — und der ist genau die Stelle, an der sich Rahmen und Gabel gegeneinander drehen.
Was ein gewöhnlicher Steuersatz nicht kann: Er füllt den Raum im Steuerrohr vollständig aus. Für Leitungen bleibt kein Platz.
Wie dieser Steuersatz es löst: Die obere Lagerabdeckung und die Abstandsringe sind so ausgeführt, dass die Leitungen kontrolliert daran vorbeigeführt werden — ohne dass sie beim Lenken gequetscht oder abgeknickt werden.
Der beiliegende 28,6-mm-Adapter stellt die Führung im Bereich des Gabelschafts sicher.
Was das im Ergebnis bringt: Ein aufgeräumtes Cockpit ohne sichtbare Leitungen — und Züge, die geschützt im Rahmen liegen statt im Spritzwasser.
IS52/40 – die Maße prüfen
Bei einem Steuersatz entscheiden die Maße — und die Norm fasst sie zusammen.
Was IS bedeutet: Integrated System — die Lager sitzen direkt im Steuerrohr, in dafür gefertigten Lagersitzen. Es gibt keine eingepressten Lagerschalen.
Was die Zahlen bedeuten:
52 ist der Innendurchmesser des Steuerrohrs unten — 52 Millimeter. Das entspricht einem Lager für 1 1/2 Zoll.
40 ist der obere Wert.
Und der Gabelschaft: tapered mit 1 1/8 Zoll oben — also konisch, oben schlanker als unten.
Warum tapered gebaut wird: Der untere Bereich des Steuerrohrs nimmt die größeren Kräfte auf — dort wirken beim Bremsen und bei Schlägen die Hebelkräfte der Gabel. Ein größerer Durchmesser bedeutet dort mehr Steifigkeit.
Wie Sie prüfen, was Sie brauchen:
Die Rahmenangabe. Der Hersteller gibt die Steuersatznorm in aller Regel im Datenblatt oder in der Rahmendokumentation an.
Der Innendurchmesser des Steuerrohrs. Messen Sie ihn unten — 52 Millimeter müssen es sein.
Und der Gabelschaft. Oben 1 1/8 Zoll, also 28,6 Millimeter.
Nennen Sie uns Rahmen und Gabel, wenn Sie unsicher sind. Ein Steuersatz mit falscher Norm lässt sich nicht anpassen — die Maße sind fest.
Der runde Abschluss
Die obere Lagerabdeckung ist rund ausgeführt — und das ist ein Kompatibilitätsmerkmal.
Was das bedeutet: Viele Steuersätze mit Zugführung haben eine geformte Oberseite, die nur zu einem bestimmten Rahmen oder Vorbau passt.
Ein runder Abschluss lässt sich dagegen an deutlich mehr Rahmen verwenden — weil er keine bestimmte Kontur voraussetzt.
Und zu diesen PRO-Vorbauten besteht Formschluss:
Vibe Evo, Vibe Aero, Vibe Superlight und Discover Aero.
Was Formschluss heißt: Steuersatz und Vorbau greifen ineinander — die Zugführung geht ohne Übergang und ohne sichtbare Lücke weiter.
Und was, wenn Sie einen anderen Vorbau fahren? Der Steuersatz funktioniert weiterhin. Der Übergang ist dann nur nicht formschlüssig — die Leitungen werden trotzdem geführt.
Zur Höhenanpassung: Passende Vibe-Evo-Spacer erlauben die Einstellung der Cockpithöhe — auch sie mit durchgehender Zugführung.
Für Di2 und mechanische Züge
Der Steuersatz ist für beide Zugarten ausgelegt.
Für elektronische Schaltungen wie Shimano Di2 — dort verlaufen dünne Verbindungskabel.
Und für mechanische Schaltzüge mit Außenhülle.
Sowie für hydraulische Bremsleitungen.
Was dabei zu bedenken ist: Der Platz im Steuerrohr ist begrenzt. Je mehr Leitungen hindurchgeführt werden, desto enger wird es — bei zwei Bremsleitungen plus zwei mechanischen Schaltzügen ist die Grenze erreicht.
Ein praktischer Hinweis: Bei elektronischer Schaltung ist deutlich mehr Platz, weil die Di2-Kabel dünn sind. Das ist einer der Gründe, warum vollintegrierte Cockpits meist mit elektronischen Gruppen kombiniert werden.
Edelstahllager und Dichtungen
Die Industrielager sind aus Edelstahl gefertigt.
Warum das an dieser Stelle besonders zählt: Der Steuersatz sitzt genau dort, wo Schweiß vom Lenker herunterläuft und wo Spritzwasser vom Vorderrad ankommt.
Was Edelstahl leistet: Er korrodiert nicht. Ein normales Stahllager rostet an dieser Stelle über die Jahre — und ein korrodiertes Lager läuft rau, lange bevor es mechanisch verschlissen ist.
Und die optimierten Dichtungen halten Wasser und Schmutz von den Lagern fern.
Warum das bei einem Steuersatz mit Zugführung wichtiger ist als sonst: Durch die Öffnungen für die Leitungen gibt es zusätzliche Wege ins Steuerrohr. Ein vollständig geschlossener Steuersatz hat die nicht.
Ein praktischer Hinweis: Bei einem Rad mit interner Verlegung lohnt sich die regelmäßige Kontrolle des Steuersatzes besonders. Wir prüfen ihn im Rahmen der Inspektion mit.
Wann ein Steuersatz fällig ist
Der Steuersatz arbeitet unauffällig — bis er es nicht mehr tut.
Das Lager rastet. Das klassische Zeichen: Beim Lenken spürt man eine Raststellung, meist in Geradeausstellung. Sie entsteht, weil die Kugeln über Jahre an derselben Stelle stehen und Eindrücke in die Laufbahn hinterlassen.
Der Test: Vorderrad anheben und den Lenker langsam von einer Seite zur anderen drehen. Er muss gleichmäßig laufen und aus der Mitte von selbst einschlagen — bleibt er in Geradeausstellung hängen, ist das Lager beschädigt.
Es hat Spiel. Vorderradbremse ziehen und das Rad vor und zurück bewegen. Ein spürbares Klacken am Steuerrohr bedeutet Spiel.
Wichtig zur Abgrenzung: Spiel bedeutet nicht zwingend ein defektes Lager. Häufig ist der Steuersatz nur nicht richtig eingestellt — dann hilft eine Nachjustierung an der Vorbaukappe.
Es knirscht oder läuft rau. Meist durch eingedrungenes Wasser.
Und ein Hinweis speziell zur internen Verlegung: Wenn sich das Lenken schwer anfühlt, ist nicht immer der Steuersatz die Ursache. Bei zu kurz bemessenen Leitungen spannen diese beim Lenkeinschlag — und das fühlt sich an wie ein klemmender Steuersatz.
Zum Wechsel
Ein Steuersatzwechsel an einem Rad mit interner Verlegung ist deutlich aufwendiger als an einem konventionellen Rad.
Warum: Für den Ausbau müssen die Leitungen aus dem Steuerrohr gezogen werden — und bei hydraulischen Bremsen bedeutet das in aller Regel, die Leitungen zu trennen und anschließend zu entlüften.
Was das praktisch heißt:
Cockpit und Gabel ausbauen. Dabei die Reihenfolge der Spacer merken — sie bestimmt die Lenkerhöhe.
Die Leitungen führen. Beim Wiedereinbau kommt es auf saubere Verlegung an. Ein Kabel, das im Steuerrohr eine Schlaufe bildet, klappert — und eines, das zu straff liegt, spannt beim Lenkeinschlag.
Die Lagersitze reinigen und prüfen. Das ist der Punkt, der über die Haltbarkeit entscheidet.
Und beim Zusammenbau die Reihenfolge beachten: Erst die Vorbaukappe anziehen, bis das Lagerspiel verschwindet — dann die Klemmschrauben am Vorbau. Umgekehrt lässt sich das Lagerspiel nicht mehr einstellen.
Nach der ersten Ausfahrt nachprüfen. Steuersatzlager setzen sich — eine Nachjustierung nach wenigen Kilometern ist normal.
Wir empfehlen die Montage in der Werkstatt. Bei einem Rad mit vollintegriertem Cockpit hängen Steuersatz, Leitungsverlegung und gegebenenfalls Bremsenentlüftung zusammen — und ein beim Durchziehen beschädigtes Kabel kostet mehr als der Werkstattaufwand.
Technische Daten
Hersteller: PRO
Produkt: Steuersatzset für interne Zugverlegung
Norm: IS52/40
Bauart: integriert, Ahead
Rahmen-Innendurchmesser: 52 mm
Unteres Lager: 1 1/2 Zoll, IS52
Gabelschaft: tapered, 1 1/8 Zoll oben
Enthaltener Adapter: 28,6 mm für die Zugführung
Lagerung: Industrielager aus Edelstahl
Dichtungen: optimiert gegen Wasser und Schmutz
Abschluss: rund, für hohe Rahmenkompatibilität
Formschluss mit Vorbauten: PRO Vibe Evo, Vibe Aero, Vibe Superlight und Discover Aero
Höhenanpassung: über Vibe Evo Spacer, separat erhältlich
Geeignet für: Di2-Kabel, mechanische Schaltzüge und hydraulische Bremsleitungen
Gewicht: 87 g
Einsatzbereich: Mountainbike, Gravel und Rennrad
Lieferumfang: Steuersatzset mit Lagern, Spacer und Adapter
Hersteller-Artikelnummer: FAPRHS0124
Häufige Fragen
Passt der Steuersatz an meinen Rahmen? Erforderlich ist die Norm IS52/40 — also 52 mm Innendurchmesser im Steuerrohr und ein tapered Gabelschaft mit 1 1/8 Zoll oben. Die Angabe steht in der Rahmendokumentation; nennen Sie uns im Zweifel Rahmen und Gabel.
Brauche ich einen bestimmten Vorbau? Nein. Der runde Abschluss passt an viele Rahmen. Zu den PRO-Vorbauten Vibe Evo, Vibe Aero, Vibe Superlight und Discover Aero besteht zusätzlich Formschluss — der Übergang ist dann ohne Lücke.
Funktioniert er mit mechanischen Zügen? Ja, mit Di2-Kabeln, mechanischen Schaltzügen und hydraulischen Bremsleitungen. Bei mehreren mechanischen Zügen wird es im Steuerrohr allerdings eng — sprechen Sie uns zu Ihrem Aufbau an.
Mein Lenken fühlt sich schwer an — ist der Steuersatz schuld? Nicht zwingend. Bei interner Verlegung spannen zu kurz bemessene Leitungen beim Lenkeinschlag, und das fühlt sich an wie ein klemmender Steuersatz.
Steuersatzservice in unserer Werkstatt: Wir tauschen den Steuersatz, verlegen die Leitungen sauber, prüfen die Lagersitze und stellen das Lagerspiel ein. Telefonisch erreichbar unter 07171 929 556.
Weitere Steuersätze und Cockpitteile finden Sie in unserer Kategorie Cockpit und unter Teile. Für Steuersatzservice, Montage und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für Sie da.
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