Thule Freeride Dachfahrradträger für ein Fahrrad, mit Schlössern, Aluminium
Thule Freeride – der Dachträger für den aufrechten Transport
Der Freeride nimmt ein Fahrrad aufrecht auf: Beide Laufräder bleiben montiert, das Rad steht auf zwei Radschalen und wird über einen Rahmenhalter gesichert. Zuladung 17 Kilogramm, Eigengewicht 3,5 Kilogramm, Schlösser sind dabei.
Rahmenhalter oder Gabelklemmung – zwei Wege, ein Rad zu halten
Bei Dachträgern gibt es zwei grundsätzliche Bauarten, und die Wahl entscheidet über deutlich mehr als den Preis.
Bei der Gabelklemmung wird das Vorderrad ausgebaut und die Gabel direkt auf dem Träger verschraubt. Das ergibt einen sehr niedrigen Aufbau und geringen Luftwiderstand — man muss aber bei jeder Fahrt ein Laufrad ausbauen, es separat verstauen und beim Anbau die Bremse offen lassen.
Beim Rahmenhalter — wie hier — bleibt das Rad komplett. Es steht auf zwei Schalen, die Laufräder werden mit Gurten niedergezurrt, und ein Bügel greift am Rahmen und drückt das Rad nach unten. Das dauert weniger als eine Minute und braucht keinen Werkzeugkasten.
Der Preis dafür ist die Bauhöhe: Ein aufrecht stehendes Rad bringt dein Fahrzeug auf etwa 2,50 Meter Gesamthöhe, und es fängt mehr Wind als eine liegend transportierte Gabel. Für den gelegentlichen Transport ist der Rahmenhalter trotzdem die praktischere Lösung — nicht weil er besser ist, sondern weil man ihn benutzt, ohne vorher zu überlegen.
Ein Punkt zum Rahmenhalter: Er greift mit Klemmkraft am Rahmenrohr. Deshalb gibt Thule einen Bereich vor — 22 bis 70 Millimeter bei Rundrohren, bis 65 × 80 Millimeter bei ovalen Profilen. Moderne Rahmen mit sehr voluminösen Unterrohren, wie sie an E-Bikes verbaut werden, können darüber liegen. Miss im Zweifel nach.
Nicht für Carbonrahmen – und warum das keine Vorsichtsmaßnahme ist
In den Herstellerangaben steht ausdrücklich: nicht geeignet für Carbonrahmen. Das ist kein Haftungshinweis, sondern eine physikalische Notwendigkeit — und es lohnt zu wissen, warum.
Der Rahmenhalter leitet seine Kraft punktuell in das Rohr ein. Aluminium und Stahl verteilen eine solche Last über das Material; sie geben bei Überlastung nach und verformen sich sichtbar, bevor sie versagen.
Carbon kann das nicht. Es besteht aus Fasern in definierten Richtungen, und eine Klemmung quer dazu drückt genau dort, wo das Material am wenigsten aushält. Der Schaden entsteht dabei im Inneren — er ist von außen nicht erkennbar, bis der Rahmen bricht. Und ein Rahmen, der auf dem Dach mit 130 km/h Windlast steht, ist die falsche Stelle für ein unsichtbares Risiko.
Für Carbonräder gibt es Alternativen: Träger, die am Laufrad statt am Rahmen greifen, oder Heckträger, bei denen das Rad an anderen Punkten gehalten wird. Sag uns, welches Rad du transportieren willst, dann sagen wir dir, was passt.
Erfreulich dagegen: Für Carbongabeln ist der Träger freigegeben, wenn die Achsaufnahme genutzt wird — dort greift die Klemmung an der Achse, nicht am Carbon.
Dachlast – die Grenze setzt dein Autohersteller
Der Träger nimmt bis zu 17 Kilogramm auf. Diese Zahl ist aber nur die eine Hälfte der Rechnung.
Die andere steht in der Betriebsanleitung deines Fahrzeugs: die zulässige Dachlast. Bei den meisten Pkw liegt sie zwischen 50 und 100 Kilogramm — und sie gilt für alles zusammen: Grundträger, Fahrradträger und die Räder selbst.
Rechnen wir es durch. Ein Grundträger wiegt vier bis sechs Kilogramm, dieser Fahrradträger 3,5. Bei zwei Trägern und 75 Kilogramm Dachlast bleiben rund 60 für die Räder — also 30 pro Rad. Für Trekking- und Mountainbikes reicht das.
Für E-Bikes reicht es meist nicht, und der Träger selbst setzt die engere Grenze: Ein E-MTB wiegt 22 bis 26 Kilogramm und liegt damit über den 17 Kilogramm Zuladung. Dazu kommt das Heben über Kopfhöhe — bei einem Rad dieses Gewichts ein ernsthaftes Risiko für den Rücken.
Für E-Bikes ist ein Heckträger auf der Anhängerkupplung die richtige Lösung: beladen auf Hüfthöhe, deutlich höhere Traglast, unveränderte Fahrzeughöhe. Wofür der Dachträger dagegen die bessere Wahl ist: Rennräder, Gravelbikes, unmotorisierte Mountainbikes und alle Fälle, in denen die Anhängerkupplung fehlt oder belegt ist.
Was du vor der Bestellung prüfen solltest
Deine Traversen. Der Freeride passt auf Thule WingBar Evo und auf Dachträger mit T-Nut. Bei Nuten von 24 × 30 Millimetern brauchst du den Adapter 889300 — der gehört nicht zum Lieferumfang.
Dein Rahmenmaß. 22 bis 70 Millimeter Rundrohr, maximal 65 × 80 Millimeter oval.
Deine Schlüsselsituation. Die Schlösser sind dabei und mit dem Thule-One-Key-System kompatibel. Wer bereits Thule-Produkte fährt, kann alles auf einen Schlüssel umstellen — das erspart den Schlüsselbund am Dach.
Und die Nachkontrolle. Klemmverbindungen setzen sich. Nach der ersten Fahrt gehören alle Verbindungen geprüft, danach vor jeder längeren Tour. Merk dir außerdem die neue Fahrzeughöhe — am besten als Zettel im Blickfeld; Tiefgaragen sind meist niedriger als 2,50 Meter.
Technische Daten
Modell: Thule Freeride
Bauart: Dachträger für aufrechten Transport, Rahmenhalter
Kapazität: ein Fahrrad
Zuladung: 17 kg
Eigengewicht: 3,5 kg
Maße: 149 × 21 × 8,4 cm
Passend für Rundrahmen: 22 bis 70 mm
Passend für ovale Rahmen: maximal 65 × 80 mm
Steckachsen: geeignet
Carbonrahmen: nicht geeignet
Carbongabeln mit Achsaufnahme: geeignet
Thule WingBar Evo: passend
T-Nut 24 × 30 mm: passend mit Adapter 889300
Schließsystem: Schlösser im Lieferumfang, One-Key-kompatibel
Farbe: Aluminium
Hersteller-Artikelnummer: 36042521
Lieferumfang: ein Träger mit Schlössern
Häufige Fragen
Wie viele Räder passen auf einen Träger? Ein Fahrrad je Träger. Wer zwei Räder transportieren will, braucht zwei Träger — und einen Dachträger, der breit genug für beide ist.
Passt der Träger auf meinen Dachträger? Auf Thule WingBar Evo direkt, auf T-Nut-Traversen mit 24 × 30 mm über den Adapter 889300. Nenn uns deine Traversen, dann prüfen wir es vor der Bestellung.
Warum nicht für Carbonrahmen? Der Rahmenhalter klemmt punktuell. Carbon nimmt solche Kräfte quer zur Faserrichtung schlecht auf, und der Schaden entsteht unsichtbar im Material. Für Carbonräder gibt es andere Trägerbauarten.
Kann ich ein E-Bike transportieren? Meist nicht — die Zuladung liegt bei 17 kg, ein E-MTB wiegt oft mehr. Dazu kommt das Heben über Kopfhöhe. Für E-Bikes ist ein Heckträger auf der Anhängerkupplung die bessere Lösung.
Passt mein Rahmen in den Halter? Rundrohre von 22 bis 70 mm, ovale bis 65 × 80 mm. Moderne E-Bike-Unterrohre können darüber liegen — miss im Zweifel nach.
Beratung und Montage: Wir sagen dir, welcher Träger zu deinem Fahrzeug und deinem Rad passt, und montieren ihn auf Wunsch. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Weiteres Zubehör findest du in unserer Kategorie Zubehör und in der Thule Markenwelt. Für Beratung zum passenden Trägersystem sind wir in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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