Specialized Enduro Pro, Carbon Enduro-MTB, Cypress Metallic / Ion Metallic
Specialized Enduro Pro – die kompromisslose Ausbaustufe
Das Enduro ist Specializeds Rad für steile, ruppige Abfahrten und teilt sich einen großen Teil seiner Konstruktion mit dem Downhill-Bike Demo: 170 mm Federweg an Front und Heck, ein FACT-11m-Carbonchassis, eine weit nach hinten verlaufende Raderhebungskurve. Die Pro-Ausführung baut darauf die Ausstattung, die man sonst an Rennrädern des Enduro World Cups sieht – Fahrwerk in der Ultimate-Stufe, kabellose Schaltung ohne Schaltauge und SRAMs stärkste Bremse. In Cypress Metallic / Ion Metallic, Größen S2 bis S5.
SRAM Maven – warum eine Bremse eine eigene Erwähnung wert ist
Bremsen sind selten das, worüber man an einem Rad spricht. Die Maven ist eine Ausnahme, weil sie eine schlichte Rechnung löst, die sich in den letzten Jahren verschoben hat: Räder sind schwerer und schneller geworden, Abfahrten länger, und die etablierten Vierkolbenbremsen stammen aus einer Zeit, in der ein Enduro deutlich weniger wog.
Die Maven arbeitet mit deutlich größeren Kolben und einem entsprechend größeren Volumen an Bremsflüssigkeit als SRAMs bisherige Gravity-Bremse. Der praktische Effekt ist zweifach. Erstens brauchst du für dieselbe Verzögerung spürbar weniger Handkraft – auf einer zehnminütigen Abfahrt entscheidet das darüber, ob deine Unterarme am Ende noch Kontrolle haben. Zweitens verkraftet das größere System mehr Wärme, bevor der Druckpunkt zu wandern beginnt. Zusammen mit der 220-mm-HS2-Scheibe vorn ergibt das eine Bremsanlage, die auch bei langen, steilen Abfahrten dosierbar bleibt, statt am Ende weich zu werden.
Wenn du bislang gewohnt bist, am Ende einer Abfahrt die Finger zu schütteln: Genau das ist der Unterschied, den dieses Bauteil macht.
Was der Aufpreis gegenüber dem Enduro Comp bringt
Rahmen, Geometrie und Federweg sind bei Comp und Pro identisch – dasselbe FACT-11m-Chassis mit 170 mm. Der Unterschied liegt vollständig in den Anbauteilen, und er ist an vier Stellen substanziell.
Das Fahrwerk wechselt von der Select- in die Ultimate-Stufe: Die Zeb bekommt die Charger-3.1-Dämpfung, der Vivid zusätzlich zur einstellbaren Zugstufe eine getrennte High- und Lowspeed-Druckstufe. Das ist der Unterschied zwischen „funktioniert gut" und „lässt sich auf dich und die Strecke abstimmen". Die Schaltung wechselt von mechanischem Shimano SLX auf die kabellose SRAM X0 Eagle Transmission, die direkt an der Hinterachse sitzt statt an einem Schaltauge – kein verbogenes Schaltauge mehr nach einem Sturz, und Schalten unter voller Last. Die Bremse wechselt auf die Maven. Und am Cockpit sitzen ein Roval-Traverse-SL-Carbonlenker, ein Industry-Nine-Vorbau und eine Bike-Yoke-Revive-Max-Sattelstütze mit bis zu 185 mm Hub.
Ob dir das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie oft und wie hart du fährst. Wer sein Rad an Wochenenden im Bikepark bewegt und an Rennen teilnimmt, merkt jeden dieser vier Punkte. Wer gelegentlich Hometrails fährt, bekommt mit der Comp-Ausführung dasselbe Fahrverhalten zum deutlich niedrigeren Preis. Wir sagen dir ehrlich, welche der beiden zu deinem Einsatz passt.
Fahrwerk, Reifen und Kinematik
Vorn die RockShox Zeb Ultimate mit 170 mm und Charger-3.1-Kartusche, hinten der Vivid Ultimate mit einstellbarer hydraulischer Durchschlagdämpfung, die die letzten Millimeter des Federwegs kontrolliert abbremst statt hart anzuschlagen. Der Hinterbau ist auf einen erhöhten Anti-Squat-Wert ausgelegt: Der Kettenzug wirkt beim Pedalieren dem Einfedern entgegen, wodurch das Rad trotz 170 mm zügig beschleunigt statt Kraft ins Fahrwerk zu verlieren. Bei den Reifen sitzt vorn die leichtere GRID-Karkasse für feinfühliges Ansprechen, hinten die verstärkte GRID-GRAVITY-Version – das Hinterrad bekommt die harten Schläge ab und ist das, was bei Durchschlägen die Felge beschädigt. Diese Aufteilung ist im Rennsport üblich und an Serienrädern selten.
Technische Daten
Modell: Specialized Enduro Pro
Farbe: Cypress Metallic / Ion Metallic
Rahmengrößen: S2, S3, S4 und S5
Rahmen: FACT 11m Carbon, Vorder- und Hinterbau, 29er S-Sizing Enduro-Race-Geometrie, SRAM Universal Derailleur Hanger, integrierte SWAT-Klappe, geschraubtes Innenlager, innenverlegte Züge, 12 × 148 mm Steckachse, gedichtete Patronenlager, 170 mm Federweg
Gabel: RockShox Zeb Ultimate, Charger 3.1, 15 × 110 mm Achse, 44 mm Offset, 170 mm Federweg
Dämpfer: RockShox Vivid Ultimate, Ride Dynamics Tune, einstellbare hydraulische Durchschlagdämpfung, Zugstufe sowie High- und Lowspeed-Druckstufe einstellbar, 205 × 60 mm, Trunnion
Schaltung: SRAM X0 Eagle Transmission, kabellos, direkt an der Hinterachse montiert, Schalten unter Last
Schalthebel: SRAM AXS POD Controller
Kassette: SRAM X0 Eagle Transmission, 12-fach, 10-52 Zähne
Kette: SRAM X0 Eagle Transmission Flattop
Kurbel: SRAM X0 Eagle, 32 Zähne, 165 mm (S2 und S3) bzw. 170 mm (S5)
Bremsen: SRAM Maven Silver, hydraulische Vierkolben-Scheibenbremsen, HS2-Scheiben mit 220 mm vorne und 200 mm hinten
Laufräder: Roval Traverse HD mit Industry-Nine-Naben
Laufradgröße: 29 Zoll
Reifen vorne: Butcher, GRID-Karkasse, GRIPTON T9, 29 × 2.3, tubeless-vorbereitet
Reifen hinten: Butcher, GRID-GRAVITY-Karkasse, GRIPTON T9, 29 × 2.3, tubeless-vorbereitet
Sattel: Bridge Expert mit MIMIC, Hohlkammer-Titanstreben, 155 mm (S2) bzw. 143 mm (S3 bis S5)
Sattelstütze: Bike Yoke Revive Max, absenkbar, 34,9 mm, Hub 160 mm (S2 und S3) bzw. 185 mm (S4 und S5)
Lenker: Roval Traverse SL Carbon, 8 Grad Backsweep, 6 Grad Upsweep, 30 mm Rise, 780 mm (S2) bzw. 800 mm (S3 bis S5)
Vorbau: Industry Nine Mountain, 35 mm Klemmung, 40 mm Länge
Griffe: Deity Lockjaw
Gewicht: 16,04 kg
Garantie: lebenslanger Ersatz der Fahrwerkslager für den Erstbesitzer
Häufige Fragen
Was unterscheidet Pro und Comp? Rahmen, Geometrie und Federweg sind identisch. Der Unterschied liegt in den Anbauteilen: Ultimate- statt Select-Fahrwerk, kabellose SRAM-Transmission statt mechanischer Shimano SLX, SRAM Maven statt TRP-Bremsen und ein hochwertigeres Cockpit mit Carbonlenker.
Was bringt die kabellose Schaltung im Gelände? Das Schaltwerk sitzt direkt auf der Hinterachse statt an einem Schaltauge – das Bauteil, das sich bei Stürzen verbiegt und die Schaltung dejustiert, entfällt damit. Außerdem lässt sich unter voller Last schalten, ohne dass es hart einrastet. Der AXS-POD-Schalthebel läuft über eine Batterie, die je nach Nutzung mehrere Wochen hält.
Was macht die Maven-Bremse besser? Größere Kolben und mehr Bremsflüssigkeit im System. Du brauchst weniger Handkraft für dieselbe Verzögerung, und die Bremse verkraftet mehr Wärme, bevor der Druckpunkt wandert. Auf langen Abfahrten ist das der spürbarste Unterschied.
Was bedeuten die Größen S2 bis S5? Specialized nummeriert seine Mountainbike-Größen statt S, M, L und XL. Weil sich Sitzrohrlänge und Stack zwischen den Größen nur wenig unterscheiden, wählst du nach Körpergröße und Fahrstil: eine Nummer kleiner ergibt ein verspielteres Rad, eine Nummer größer mehr Laufruhe bei hohem Tempo.
Klettert ein 170-mm-Enduro überhaupt? Besser als erwartet. Der Hinterbau wirkt dem Wippen beim Pedalieren entgegen, der steile Sitzwinkel setzt dich bergauf über das Tretlager. Ein Trailbike bleibt bergauf trotzdem effizienter – das Enduro spielt seine Stärken dort aus, wo es steil und ruppig wird.
Probefahrt und Beratung: Rahmengröße und Fahrwerks-Setup entscheiden beim Enduro mehr als jede Komponente. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Fahrfertig geliefert: Alle Bikes werden bei uns zu rund 95 % vormontiert und vor dem Versand von unseren Mechanikern fachmännisch geprüft. So musst du nur noch wenige Handgriffe erledigen und kannst schnell aufs Rad.
Weitere Modelle findest du in unserer Kategorie Fahrräder und in der Specialized Markenwelt. Für Fahrwerksservice, Setup und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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