Bremsbelag MDP 9 BLACK/GREY VE = 1 Set
Bremsbelag MDP 9 BLACK/GREY (VE = 1 Set)
Organische Scheibenbremsbeläge für Magura-Bremsen der MT-Reihe mit 4-Kolben-Sattel — mit ECE-Zulassung und grauer Trägerplatte. Ein Set mit zwei Belägen.
Wichtig: ein Set reicht für eine Bremse
Das gehört an den Anfang, weil es über die Bestellmenge entscheidet.
Was Sie bekommen: Ein Set aus zwei Einzelbelägen — einen für jede Seite der Bremsscheibe.
Was daraus folgt: Das reicht für einen Bremssattel — also für eine Bremse.
Für Vorder- und Hinterradbremse brauchen Sie zwei Sets.
Ein praktischer Rat: Wechseln Sie beide Bremsen gemeinsam, wenn beide Beläge Verschleiß zeigen — ungleich abgenutzte Beläge vorn und hinten führen zu unterschiedlichem Bremsgefühl.
Organisch oder gesintert — was der Unterschied ist
Der Text nennt die organische Mischung — und die Entscheidung dahinter gehört erklärt.
Was organische Beläge ausmacht: Sie bestehen aus Fasern und Harzen in einer weicheren Mischung.
Was für sie spricht:
Sie greifen sofort. Die Bremskraft ist schon im kalten Zustand voll da.
Sie lassen sich fein dosieren. Der Übergang von leichtem zu starkem Bremsen ist gleichmäßiger.
Sie sind leise.
Und sie schonen die Bremsscheibe. Der Abrieb an der Scheibe ist geringer.
Was Sie dafür in Kauf nehmen:
Eine kürzere Standzeit. Organische Beläge verschleißen schneller als gesinterte.
Und weniger Standfestigkeit bei Nässe und Hitze. Auf langen, nassen Abfahrten sind gesinterte Beläge im Vorteil.
Zur Abgrenzung — was gesinterte Beläge sind: Sie bestehen aus zusammengepressten Metallpartikeln.
Was für sie spricht: Längere Standzeit und mehr Standfestigkeit bei Nässe.
Was dagegen spricht: Sie brauchen Wärme, um die volle Kraft zu entwickeln — sie sind lauter und arbeiten die Scheibe schneller aus.
Für wen der organische Belag die richtige Wahl ist:
Für Alltag und Tour. Dort zählen sofortige Bremskraft und leiser Lauf.
Und für alle, die feine Dosierbarkeit schätzen.
Wenn Sie viel im Gebirge oder mit schwerem Gepäck unterwegs sind: Sprechen Sie uns an — dort kann ein gesinterter Belag die bessere Wahl sein.
Die ECE-Zulassung
Das ist eine Angabe, die bei Bremsbelägen selten genannt wird — und sie hat praktische Bedeutung.
Was sie bedeutet: Der Belag ist nach einer europäischen Prüfvorschrift geprüft und für den Straßenverkehr freigegeben.
Was geprüft wird: Unter anderem die Bremswirkung unter definierten Bedingungen — auch bei Nässe.
Warum das an einem E-Bike besonders zählt: Ein Pedelec ist schwerer und schneller als ein unmotorisiertes Rad — und stellt entsprechend höhere Anforderungen an die Bremse.
Ein Hinweis zur Auswahl: Bei Belägen ohne Zulassung ist die Prüfung nicht dokumentiert — und im Schadensfall kann das zu Diskussionen führen.
Vor der Bestellung: die Bremse
Das ist die entscheidende Prüfung.
Ausgewiesen sind Magura MT-Bremsen mit 4-Kolben-Sattel.
Warum die Kolbenzahl zählt: Ein 4-Kolben-Sattel hat einen größeren Belag als ein 2-Kolben-Sattel — und die Beläge sind nicht austauschbar.
Wie Sie die Kolbenzahl bestimmen:
Am einfachsten: Die Modellbezeichnung steht in aller Regel auf dem Bremssattel oder am Hebel.
Zur Einordnung: Bei Magura sind unter anderem MT5 und MT7 mit vier Kolben ausgeführt.
Alternativ zählen Sie die Kolben: Bei abgenommenen Belägen sehen Sie die Kolben im Sattel — zwei je Seite bedeuten vier insgesamt.
Ein wichtiger Hinweis: Magura führt mehrere Belagformen für unterschiedliche Sattelbauarten.
Was daraus folgt: Ein Belag für einen 2-Kolben-Sattel passt nicht — und umgekehrt ebenso wenig.
Wenn Sie unsicher sind: Senden Sie uns ein Foto Ihres Bremssattels oder nehmen Sie den alten Belag heraus und vergleichen Sie die Form. Wir ordnen es zu.
Woran Sie erkennen, dass ein Wechsel fällig ist
Der Belag ist zu dünn.
Woran Sie das messen: An der verbleibenden Belagstärke auf der Trägerplatte.
Ein wichtiger Hinweis: Wenn der Belag bis auf die Trägerplatte abgefahren ist, schleift Metall auf Metall — und die Bremsscheibe ist danach unbrauchbar.
Was daraus folgt: Ein rechtzeitiger Belagwechsel rettet die Scheibe — und die kostet ein Mehrfaches.
Der Druckpunkt wandert. Der Hebel lässt sich weiter ziehen als früher.
Die Bremskraft lässt nach. Sie müssen kräftiger ziehen für dieselbe Wirkung.
Und ein schleifendes Geräusch — besonders wenn es metallisch klingt.
Ein praktischer Rat: Prüfen Sie die Beläge regelmäßig — mit einer Taschenlampe durch den Schlitz im Bremssattel.
Und ein Hinweis für E-Bike-Fahrer: Prüfen Sie häufiger als gewohnt. Höheres Gewicht und höheres Tempo bedeuten deutlich mehr Bremsarbeit.
Zum Wechsel
Vor dem Ausbau: Das Laufrad ausbauen und die Position der Beläge fotografieren.
Die Kolben zurückdrücken. Mit einem breiten, sauberen Werkzeug — nicht mit einem Schraubendreher, der die Kolben beschädigen kann.
Ein wichtiger Hinweis dabei: Achten Sie darauf, dass die Kolben gleichmäßig zurückgehen.
Warum das bei vier Kolben besonders zählt: Wenn ein Kolben klemmt, arbeiten die anderen ungleichmäßig — und der Belag verschleißt schief.
Den Bremssattel innen reinigen, solange er offen ist.
Beim Einsetzen: Die Beläge in der richtigen Ausrichtung einlegen und den Sicherungsstift oder die Schraube wieder anbringen.
Ein wichtiger Punkt zur Sauberkeit: Fassen Sie die Bremsfläche nicht mit den Fingern an.
Warum: Fett von der Haut setzt sich in den Belag — und ein verölter Belag lässt sich nicht reinigen.
Und halten Sie Öl, Fett und Reiniger fern — auch beim Reinigen des Rads.
Das Einbremsen — nicht überspringen
Das ist der Schritt, der am häufigsten vergessen wird — und er entscheidet über die Bremsleistung.
Warum es nötig ist: Ein neuer Belag hat noch keinen Übertrag auf der Bremsscheibe.
Was beim Einbremsen passiert: Belagmaterial überträgt sich gleichmäßig auf die Scheibe — und erst dann greift die Bremse voll.
Wie es geht: Auf einer verkehrsfreien Strecke etwa zwanzig bis dreißig Mal aus mäßigem Tempo abbremsen — nicht bis zum Stillstand.
Ein wichtiger Hinweis: Bis dahin ist der Bremsweg länger als gewohnt.
Und ein Hinweis zur Scheibe: Wenn Sie neue Beläge auf eine eingefahrene Scheibe setzen, gehört diese gereinigt — mit Bremsenreiniger oder Isopropanol.
Warum: Der alte Übertrag passt nicht zum neuen Belag — und das führt zu Quietschen und ungleichmäßiger Bremswirkung.
Technische Daten
Hersteller: Magura
Modell: 9.P Performance
Art: Scheibenbremsbeläge
Belagmischung: organisch
Passend für: Magura MT-Bremsen mit 4-Kolben-Sattel — etwa MT5 und MT7
Trägerplatte: grau
Zulassung: ECE-Kennzeichnung
Nicht geeignet für: 2-Kolben-Bremssättel
Bremsflüssigkeit im System: Magura arbeitet mit Mineralöl — nicht mit DOT
Federblech und Sicherungsstift: Lieferumfang nicht ausgewiesen — auf Anfrage
EAN: 4055184022054
Hersteller-Artikelnummer: 2701627
Lieferumfang: ein Set mit zwei Belägen — für einen Bremssattel
Häufige Fragen
Reicht ein Set für mein ganzes Rad? Nein — ein Set mit zwei Belägen reicht für einen Bremssattel. Für Vorder- und Hinterradbremse brauchen Sie zwei Sets.
Passen die Beläge an meine Bremse? Nur an MT-Bremsen mit 4-Kolben-Sattel, etwa MT5 und MT7. Bei einem 2-Kolben-Sattel ist der Belag anders geformt — senden Sie uns im Zweifel ein Foto.
Organisch oder gesintert? Organisch greift sofort, ist leise und fein dosierbar — die richtige Wahl für Alltag und Tour. Gesintert hält länger und ist bei Nässe standfester, braucht aber Wärme.
Muss ich die neuen Beläge einbremsen? Ja. Etwa zwanzig bis dreißig Bremsungen aus mäßigem Tempo — bis dahin ist der Bremsweg länger als gewohnt.
Fragen zur Bremse? Rufen Sie uns an unter 07171 929 556 oder schreiben Sie an vertrieb@nubuk-bikes.de.
Weitere Bremsenteile finden Sie in unserer Kategorie Bremsen und in der Magura Markenwelt. Für Belagwechsel und Bremsenservice ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für Sie da.
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