Lapierre Xelius DRS Team Replica Rennrad Dura-Ace Di2, Team Picnic PostNL
Lapierre Xelius DRS Team Replica – das Rad des Team Picnic PostNL
Das Xelius DRS Team Replica ist kein von Profirädern inspiriertes Modell, sondern dieselbe Plattform, die das Team Picnic PostNL bei Mailand–Sanremo und der Tour de France fährt: derselbe Rahmen, dieselbe Gabel, dieselbe Schaltgruppe. Dazu die Lackierung des Teams in einer Sonderauflage mit Glitzer-Klarlack, unter dem die Carbonstruktur des Rahmens sichtbar bleibt. Rahmengrößen S und M.
3D Tubular – warum die Sitzstreben das Sitzrohr nicht berühren
Wer das Rad von der Seite betrachtet, bemerkt eine Besonderheit, die es so bei kaum einem anderen Hersteller gibt: Die Sitzstreben laufen nicht wie üblich zum Sitzrohr, sondern am Sitzrohr vorbei direkt zum Oberrohr. Zwischen Sitzstrebe und Sitzrohr bleibt eine sichtbare Lücke. Lapierre nennt das 3D Tubular, und es ist seit der ersten Xelius-Generation das Erkennungsmerkmal der Baureihe.
Dahinter steckt ein Konflikt, den jeder Rahmenbauer lösen muss. Ein Rennradrahmen soll steif sein, damit keine Tretkraft in Verformung verloren geht — und gleichzeitig nachgiebig, damit Stöße von der Straße nicht ungefiltert im Rücken landen. Bei klassischer Bauweise laufen beide Anforderungen im selben Knotenpunkt zusammen: Dort, wo Sitzrohr, Sitzstreben und Oberrohr aufeinandertreffen, entsteht eine sehr steife Zone. Der Sitzbereich kann kaum federn.
Beim 3D Tubular wird dieser Knoten aufgelöst. Die Sitzstreben leiten die Kräfte ins Oberrohr ein, das Sitzrohr bleibt unten frei stehen und kann sich unter Last leicht durchbiegen. Der Sattel — und damit du — bewegt sich dadurch spürbar sanfter über raue Beläge, ohne dass der Hinterbau an Steifigkeit verliert. Steifigkeit und Komfort werden dort getrennt, wo sie sich sonst gegenseitig blockieren.
UD Factory Lab: zwei Carbonfasern in einem Rahmen
Der Rahmen besteht aus Lapierres höchster Carbonstufe, die zwei unterschiedliche Fasertypen kombiniert: T1100 und M40X. Diese Bezeichnungen tauchen in Prospekten oft ohne Erklärung auf, dabei steckt dahinter ein handfester Konstruktionsgedanke.
Carbonfasern unterscheidet man vereinfacht nach zwei Eigenschaften. Die Festigkeit beschreibt, wie viel Zug eine Faser aushält, bevor sie reißt. Der Modul beschreibt, wie stark sie sich unter Last verformt — hoher Modul heißt: kaum Verformung, also große Steifigkeit bei wenig Material. Die Krux ist, dass sich beides gegenläufig verhält: Hochmodul-Fasern sind steif, aber spröder und schlagempfindlicher. Hochfeste Fasern stecken mehr weg, sind aber weicher.
Ein Rahmen aus reinen Hochmodul-Fasern wäre extrem leicht und steif — und würde einen Steinschlag oder einen Sturz schlechter überstehen. Ein Rahmen aus reinen Hochfestfasern wäre robust, aber schwerer. Lapierre mischt deshalb gezielt: Hochmodul-Fasern dort, wo Steifigkeit zählt, etwa am Tretlager und am Steuerrohr, und hochfeste Fasern dort, wo Belastungsspitzen und Schläge ankommen.
Das Ergebnis ist ein Rahmen, der leicht genug für Bergetappen und steif genug für den Sprint ist, ohne dass eine der beiden Eigenschaften auf Kosten der Haltbarkeit geht. Dazu kommt die neu entwickelte Aero-Gabel — breiter gebaut, aerodynamisch optimiert und steifer an der Front.
Der Leistungsmesser: warum beidseitig einen Unterschied macht
In der Kurbel sitzt ein Leistungsmesser, der beide Beine getrennt erfasst. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Unterschied zwischen Messen und Schätzen.
Günstigere Leistungsmesser sitzen nur in der linken Kurbel. Sie messen dort und verdoppeln den Wert — unter der Annahme, dass beide Beine gleich viel leisten. Das stimmt bei fast niemandem: Abweichungen von fünf bis zehn Prozent zwischen links und rechts sind normal, und sie ändern sich zusätzlich mit der Belastung. Im Sprint arbeitet oft ein anderes Bein stärker als beim gleichmäßigen Kurbeln am Berg. Eine einseitige Messung reicht, um Trainingsfortschritte zu verfolgen, aber sie zeigt dir nie, wie deine Kraft wirklich verteilt ist.
Ein beidseitiges System misst links und rechts getrennt. Das ist relevant für die Trainingssteuerung — und noch mehr nach Verletzungen oder bei einseitigen Beschwerden, wo eine Schonhaltung sichtbar wird, bevor man sie selbst bemerkt. Weil der Messer direkt in die Dura-Ace-Kurbel integriert ist, entfallen zusätzliches Gewicht, ein separates Gerät und die Frage der Kompatibilität.
Technische Daten
Modell: Lapierre Xelius DRS Team Replica, Modelljahr 2026
Farbe: Team Picnic PostNL, Sonderauflage mit Glitzer-Klarlack
Rahmengrößen: S und M
Rahmen: Carbon UD Factory Lab mit T1100- und M40X-Fasern, 3D-Tubular-Hinterbau, integrierte Zugführung, Flat-Mount-Scheibenbremsaufnahme
Gabel: Lapierre Xelius DRS Replica, Carbon, Aero-Profil
Schaltung: Shimano Dura-Ace Di2 R9270, elektronisch, 2 × 12 Gänge
Leistungsmesser: beidseitig, in die Kurbel integriert
Kurbel: Shimano Dura-Ace, 52-36 Zähne
Kassette: 11-34 Zähne, 12-fach
Bremsen: Shimano Dura-Ace R9270, hydraulische Scheibenbremsen, Flat Mount
Bremsscheiben: 160 mm vorne, 140 mm hinten
Laufräder: Ursus Proxima R 40 Team Edition, Carbon, 40 mm Felgenhöhe
Reifen: Vittoria Corsa PRO, tubeless-ready, 28 mm
Cockpit: Lapierre Combo RB167, Carbon, integriert
Sattel: Prologo Nago R4 PAS
Sattelstütze: Lapierre Aero, modellspezifisch
Zulässiges Gesamtgewicht: 110 kg
Hersteller-Artikelnummer: LXHUA460
Häufige Fragen
Ist das wirklich dasselbe Rad wie im Profipeloton? Rahmen, Gabel, Schaltgruppe und Cockpit entsprechen dem, was das Team Picnic PostNL bei den großen Rennen fährt. Unterschiede gibt es allenfalls bei individuellen Anpassungen einzelner Fahrer an Sattel, Lenkerbreite oder Übersetzung.
Welche Rahmengröße passt zu mir? Hier sind S und M verfügbar. Die Sitzposition ist tief und sportlich ausgelegt – wer zwischen zwei Größen liegt, sollte Oberrohrlänge und Stack mit seinem gewohnten Rad vergleichen. Sag uns deine Maße und deine bisherige Sitzposition, dann finden wir die passende Größe.
Für wen ist dieses Rad gedacht? Für Wettkampf, sportliche Radmarathons und lange, intensive Ausfahrten. Die Sitzposition ist auf Leistung ausgelegt, nicht auf entspanntes Reisen – wer viel Komfort sucht, ist mit einem Endurance-Rennrad besser bedient. Wir sagen dir ehrlich, ob es zu deinem Einsatz passt.
Was bringt der beidseitige Leistungsmesser? Er misst beide Beine getrennt statt den linken Wert zu verdoppeln. Das zeigt dir deine tatsächliche Kraftverteilung – wertvoll in der Trainingssteuerung und besonders nach Verletzungen.
Sind Pedale dabei? Bei Rädern dieser Klasse üblicherweise nicht. Welches Klicksystem zu deinen Schuhen passt, besprechen wir gern mit dir.
Fragen zu Größe oder Ausstattung? Bei einem Rad dieser Klasse lohnt sich das persönliche Gespräch. Wir gehen Rahmengröße, Sitzposition und Cockpit-Abstimmung mit dir durch. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Fahrfertig geliefert: Alle Bikes werden bei uns zu rund 95 % vormontiert und vor dem Versand von unseren Mechanikern fachmännisch geprüft. So musst du nur noch wenige Handgriffe erledigen und kannst schnell aufs Rad.
Weitere Modelle findest du in unserer Kategorie Fahrräder und in der Lapierre Markenwelt. Für Inspektion, Sitzpositionsanpassung und Service ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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