Lapierre Spicy CF Team Enduro-Mountainbike 180 mm mit Flight Attendant, Modelljahr 2026
Lapierre Spicy CF Team 2026 – Enduro mit selbstregelndem Fahrwerk
Das Spicy CF Team ist Lapierres Enduro-Topmodell: Carbonrahmen, 180 Millimeter Federweg, 63,5 Grad Lenkwinkel. Der Jahrgang 2026 bringt dazu etwas, das an einem Rad ohne Motor noch selten ist — ein Fahrwerk, das seine Dämpfung selbstständig an die Situation anpasst. In Translucent Hex Blue, Rahmengröße S.
Flight Attendant – warum gerade an einem Enduro
Ein Fahrwerk mit 180 Millimetern Federweg steht in einer besonders scharfen Zwickmühle. Offen abgestimmt schluckt es alles, wippt aber beim Pedalieren erheblich — mehr Federweg heißt mehr Bewegung, die deine Tretkraft verschluckt. Gesperrt tritt es sich effizient, reicht dafür jeden Schlag durch. Die Lösung war bisher ein Hebel am Dämpfer, den man vor dem Anstieg umlegt und oben wieder öffnet.
Genau bei diesem Rad ist das aber am wenigsten praktikabel. Enduro heißt: getimte Abfahrten, dazwischen ungetimte Verbindungsetappen, die meist bergauf gehen. Du wechselst also ständig zwischen zwei völlig gegensätzlichen Anforderungen — und im Rennen kostet jeder Griff zum Hebel Zeit und Aufmerksamkeit. Auf der Hausrunde vergisst man ihn schlicht.
Flight Attendant nimmt die Entscheidung ab. Sensoren in der Gabel messen mehrmals pro Sekunde, was im Gelände passiert. Dazu kommt eine Information, die dieses Rad von einfacheren Systemen unterscheidet: Die Kurbel hat einen Leistungsmesser, und das Fahrwerk weiß dadurch, ob und wie kräftig du trittst. Es unterscheidet also nicht nur zwischen glatt und ruppig, sondern auch zwischen Rollen und Antreten.
Im Gelände heißt das: Du trittst in der Verbindungsetappe an, das Fahrwerk strafft sich. Mitten im Anstieg kommt eine Wurzelstufe — es öffnet für den Schlag und strafft sofort danach wieder. Am Start der Abfahrt hörst du auf zu treten, und es steht offen, bevor du den ersten Meter gefahren bist. Nichts davon musst du bedienen. Wer lieber selbst bestimmt, greift über den Lenkerschalter jederzeit ein oder verschiebt die Grundtendenz Richtung straffer oder offener.
Nebenbei bekommst du damit einen echten Leistungsmesser an einem Mountainbike ohne Motor — nicht als Marketingzugabe, sondern weil das Fahrwerk ihn braucht. Für die Trainingssteuerung lässt er sich trotzdem nutzen.
Aluminiumfelgen an einem 10.000-Euro-Rad – kein Sparen, sondern eine Entscheidung
Bei einem Rad dieser Preisklasse erwartet man Carbonlaufräder. Hier sitzen DT Swiss EX 1700 Spline mit Aluminiumfelgen — und das ist bei einem Enduro eine ernsthaft vertretbare Wahl, nicht die günstigere Variante.
Der Unterschied zeigt sich im Schadensfall. Eine Aluminiumfelge verformt sich: Bei einem harten Durchschlag bekommt sie eine Delle, hält aber in aller Regel noch, und du fährst die Abfahrt zu Ende und nach Hause. Carbon verformt sich nicht — es hält oder es reißt. Ist es gerissen, ist die Abfahrt vorbei, und der Ersatz kostet ein Vielfaches.
Genau das ist bei einem Enduro relevant. Dieses Rad wird über Steinfelder und Wurzelteppiche gefahren, oft mit niedrigem Reifendruck für mehr Grip — und niedriger Druck heißt, dass die Felge häufiger Kontakt mit dem Untergrund bekommt. Wer hart fährt, wird Felgen beschädigen; die Frage ist nur, was das dann kostet und ob man weiterfahren kann.
Aluminium hat außerdem einen Nebeneffekt, der selten erwähnt wird: Eine Alufelge gibt minimal nach und schluckt dadurch einen Teil dessen, was eine sehr steife Carbonfelge direkt an Hand und Reifen weitergibt. Was du aufgibst, ist Gewicht an der Stelle, an der es am teuersten ist — außen am rotierenden Laufrad. Ein paar hundert Gramm mehr bedeuten spürbar trägeres Beschleunigen und Umlegen.
Für Fahrer, die überwiegend bergab und hart unterwegs sind, ist die Rechnung eindeutig. Wer sauber fährt und den Antritt sucht, hat mit Carbon den lebendigeren Auftritt — dafür führen wir das Modelljahr davor.
Antrieb, Bremsen und Cockpit
Geschaltet wird kabellos über eine SRAM X0 Eagle AXS T-Type mit 10-52er Kassette. Das Schaltwerk sitzt direkt an der Hinterachse statt an einem Schaltauge — das Bauteil, das bei Stürzen verbiegt und die Schaltung dejustiert, entfällt damit. Bedient wird über AXS-Pod-Schalter mit Wippe. Eine Lapierre-Kettenführung hält die Kette am Einfach-Kettenblatt.
Gebremst wird über SRAM Maven Silver mit vier Kolben und 200-Millimeter-Scheiben an beiden Rädern. Die Maven ist SRAMs kräftigste Bremse und arbeitet mit deutlich größeren Kolben als die bisherigen Gravity-Modelle — spürbar wird das weniger an der maximalen Verzögerung als an der Handkraft auf einer langen Abfahrt. Am Cockpit sitzen ein Truvativ Descendant Carbonlenker mit 800 Millimetern Breite und ein kurzer 40-Millimeter-Vorbau. Bei den Reifen läuft vorn ein Continental Kryptotal-F in der weichsten Mischung für maximalen Kurvenhalt, hinten ein Kryptotal-R eine Stufe härter für Traktion und Laufleistung.
Technische Daten
Modell: Lapierre Spicy CF Team, Modelljahr 2026
Farbe: Translucent Hex Blue, glänzend
Rahmengröße: S
Rahmen: Carbon, vollgefedert, Ausführung High
Federweg: 180 mm
Gabel: RockShox ZEB Ultimate mit Flight Attendant, Boost, 180 mm, 44 mm Offset
Dämpfer: RockShox Vivid, 205 × 65 mm, Trunnion
Schaltung: SRAM X0 Eagle AXS T-Type, kabellos, 12-fach
Schalthebel: SRAM AXS Pod Controller mit Wippe, links und rechts
Kassette: SRAM T-Type, 10-52 Zähne, XD-Freilauf
Kette: SRAM X0 T-Type, 12-fach
Kurbel: SRAM X0 Eagle T-Type DUB mit integriertem Leistungsmesser, 32 Zähne, 165 mm
Kettenführung: Lapierre
Innenlager: SRAM BSA DUB 73 mm MTB
Bremsen: SRAM Maven Silver Stealth, hydraulische Vierkolben-Scheibenbremsen, organische Beläge, Post Mount
Bremsscheiben: SRAM HS2, 200 mm vorne und hinten, 6-Loch
Laufräder: DT Swiss EX 1700 Spline, Aluminium, 30 mm, tubeless-fähig, Centerlock, XD-Freilauf
Reifen vorne: Continental Kryptotal-F Enduro SuperSoft, faltbar, 60-584
Reifen hinten: Continental Kryptotal-R Enduro Soft, faltbar
Lenker: Truvativ Descendant Riser DH, Carbon, 800 mm, 25 mm Rise, 35 mm Klemmung
Vorbau: Truvativ Descendant, 35 mm Klemmung, 40 mm Länge, 0 Grad
Steuersatz: Acros, integriert, mit BlockLock
Griffe: XLC GR-S34 Gravity
Sattel: Prologo Proxim Nembo, Stahlgestell, 145 mm
Sattelstütze: RockShox Reverb AXS, kabellos, 31,6 mm, 125 mm Hub
Pedale: XLC PD-M29 Flat mit Reflektoren, im Lieferumfang
Lenkwinkel: 63,5 Grad
Sitzwinkel: 78 Grad
Kettenstrebenlänge: 440 mm
Tretlagerabsenkung: 15 mm
Reach: 435 mm (Größe S)
Stack: 636 mm (Größe S)
Radstand: 1.229 mm (Größe S)
Zulässiges Gesamtgewicht: 120 kg
Hersteller-Artikelnummer: LSDUA370
Häufige Fragen
Was macht Flight Attendant genau? Sensoren messen laufend, was im Gelände passiert, und der Leistungsmesser in der Kurbel liefert dazu, ob und wie stark du trittst. Aus beidem wählt das System selbstständig zwischen offen, gestrafft und gesperrt — in Millisekunden und ohne dass du eingreifen musst.
Kann ich das Fahrwerk auch manuell bedienen? Ja. Über den Lenkerschalter greifst du jederzeit ein, und die Grundtendenz lässt sich in Richtung straffer oder offener verschieben.
Warum Aluminium- statt Carbonfelgen? Weil Aluminium bei einem harten Durchschlag eine Delle bekommt und meist noch hält, während Carbon entweder hält oder reißt. Bei einem Rad, das über Steinfelder gefahren wird, ist das ein Argument. Der Preis ist etwas mehr Gewicht am rotierenden Laufrad.
Wie viele Akkus muss ich laden? Schaltwerk, Sattelstütze und das Fahrwerk haben eine eigene Stromversorgung. Die Akkus von Schaltwerk und Sattelstütze sind untereinander tauschbar. Wir zeigen dir bei der Übergabe, wie du den Ladestand im Blick behältst.
Für wen ist das Rad gedacht? Für Enduro, Bikepark und steile, technische Abfahrten. Mit 63,5 Grad Lenkwinkel und 180 mm Federweg ist es auf Abfahrtssicherheit ausgelegt — für Touren auf Forstwegen wäre es überdimensioniert. Wir sagen dir ehrlich, ob es zu deinem Einsatz passt.
Fragen zu Größe oder Ausstattung? Bei einem Rad dieser Klasse lohnt sich das persönliche Gespräch — auch zur Einrichtung des Fahrwerks auf dein Gewicht. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Fahrfertig geliefert: Alle Bikes werden bei uns zu rund 95 % vormontiert und vor dem Versand von unseren Mechanikern fachmännisch geprüft. So musst du nur noch wenige Handgriffe erledigen und kannst schnell aufs Rad.
Weitere Modelle findest du in unserer Kategorie Fahrräder und in der Lapierre Markenwelt. Für Fahrwerksservice, Setup und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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