Lapierre Spicy CF Team Enduro-Mountainbike Carbon 180 mm, Translucent Hex Blue
Lapierre Spicy CF Team – Enduro ohne Zurückhaltung
Das Spicy CF Team ist Lapierres Enduro-Topmodell: Carbonrahmen, 180 Millimeter Federweg an beiden Enden, 63,5 Grad Lenkwinkel und durchgehend Gravity-Ausstattung. Es ist gebaut für steile, ruppige Abfahrten und Rennen — und für Fahrer, die ihr Rad selbst abstimmen wollen, denn der Hinterbau lässt sich in zwei Konfigurationen fahren. In Translucent Hex Blue, Rahmengrößen XS und S.
Zwei Hinterbau-Konfigurationen in einem Rahmen
Im Lieferumfang liegt ein Umbausatz, mit dem sich der Drehpunkt des Hinterbaus in eine tiefere Position bringen lässt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber die Grundeigenschaft des Fahrwerks — und es lohnt zu verstehen, warum.
Der Drehpunkt bestimmt, welchen Weg das Hinterrad beim Einfedern nimmt. Sitzt er hoch, wandert das Rad beim Einfedern nicht nur nach oben, sondern auch ein Stück nach hinten. Es weicht damit in die Richtung aus, aus der ein Schlag kommt — eine Wurzelkante oder Steinstufe bremst das Rad dadurch weniger ab, und der Schlag kommt gedämpfter beim Fahrer an. Der Preis dafür ist, dass sich die Kette beim Einfedern stärker längt, was man als Rückschlag am Pedal spüren kann.
Sitzt der Drehpunkt tiefer, verläuft der Weg des Hinterrads senkrechter. Der Kettenzug wirkt dem Einfedern beim Pedalieren stärker entgegen, das Rad bleibt beim Antritt ruhiger und fühlt sich direkter und spritziger an. Dafür schluckt es harte Kanten etwas weniger geschmeidig.
Es gibt hier also kein Besser oder Schlechter, sondern zwei Auslegungen: eine für maximales Schluckvermögen auf ruppigen Rennstrecken, eine für ein lebendigeres, antrittsstärkeres Rad auf Hometrails. Welche Konfiguration zu deinem Revier passt, besprechen wir gern — und wir bauen sie dir auch um, wenn du sie später ändern willst.
Carbonfelgen an einem Enduro – lohnt sich das?
Die Laufräder sind DT Swiss EXC1501 Spline mit Carbonfelgen. An einem Rad, das über Steinfelder gefahren wird, wirft das eine berechtigte Frage auf: Ist Carbon dort nicht das falsche Material?
Der Vorteil ist eindeutig und liegt nicht beim Gesamtgewicht, sondern bei der Stelle, an der Gewicht am teuersten ist. Masse an der Felge sitzt ganz außen am rotierenden Laufrad — sie muss bei jeder Beschleunigung zusätzlich in Drehung versetzt werden und wirkt beim Richtungswechsel als Kreiselkraft. Ein paar hundert Gramm weniger an der Felge machen sich beim Antritt und beim Umlegen deutlich stärker bemerkbar als dieselbe Ersparnis am Rahmen. Dazu kommt, dass sich eine Carbonfelge gezielt auslegen lässt: steif in Querrichtung für präzise Linienführung, nachgiebiger in Fahrtrichtung für Komfort — bei Aluminium hängen beide Eigenschaften zusammen.
Der ehrliche Gegenpunkt liegt im Verhalten bei einem harten Durchschlag. Eine Aluminiumfelge verformt sich: Sie bekommt eine Delle, hält aber meist noch, und du fährst nach Hause. Carbon verformt sich nicht — es hält oder es reißt. Wer regelmäßig mit zu wenig Luftdruck über scharfkantige Steine fährt, geht mit Carbon also ein Risiko ein, das bei Aluminium nicht besteht.
Für wen es sich lohnt: für Fahrer, die sauber fahren, den Reifendruck im Blick haben und den Unterschied beim Antritt tatsächlich nutzen. Wer sein Rad hart hernimmt und Reparaturkosten scheut, ist mit Aluminium entspannter unterwegs. Beim Tubeless-Setup und beim passenden Druck helfen wir dir gern — genau daran hängt bei Carbonfelgen viel.
Fahrwerk, Antrieb und Bremsen
Vorn arbeitet eine RockShox ZEB Ultimate mit Charger-3.1-Kartusche und 180 Millimetern Federweg, hinten ein Vivid Air Ultimate mit 205 × 65 mm. Geschaltet wird kabellos über eine SRAM X0 Eagle AXS T-Type, deren Schaltwerk direkt an der Hinterachse sitzt statt an einem Schaltauge — das Bauteil, das bei Stürzen verbiegt, entfällt damit. Die Sattelstütze ist eine Reverb AXS mit 170 Millimetern Hub, ebenfalls per Funk.
Gebremst wird über SRAM Maven Silver mit vier Kolben und 200-Millimeter-Scheiben an beiden Rädern. Die Maven ist SRAMs kräftigste Bremse und arbeitet mit deutlich größeren Kolben als die bisherigen Gravity-Modelle — spürbar wird das weniger an der maximalen Verzögerung als an der Handkraft, die du auf einer langen Abfahrt aufbringen musst. Bei den Reifen sitzt vorn eine Schwalbe Magic Mary in der weichsten Mischung für maximalen Kurvenhalt, hinten eine Big Betty eine Stufe härter für Traktion und Laufleistung.
Technische Daten
Modell: Lapierre Spicy CF Team, Modelljahr 2025
Farbe: Translucent Hex Blue, glänzend
Rahmengrößen: XS und S
Rahmen: Carbon, vollgefedert, Ausführung High, Hinterbau in zwei Konfigurationen fahrbar
Federweg: 180 mm
Gabel: RockShox ZEB Ultimate, Charger 3.1 RC2, 15 × 110 mm, 29 Zoll, 180 mm, 44 mm Offset
Dämpfer: RockShox Vivid Air Ultimate, 205 × 65 mm, Trunnion
Schaltung: SRAM X0 Eagle AXS T-Type, kabellos, 12-fach
Schalthebel: SRAM AXS Pod Controller, links und rechts
Kassette: SRAM T-Type, 10-52 Zähne, XD-Freilauf
Kette: SRAM X0 T-Type, 12-fach
Kurbel: SRAM X0 Eagle T-Type DUB, 32 Zähne, 170 mm
Innenlager: SRAM BSA DUB 73 MTB Wide
Bremsen: SRAM Maven Silver Stealth, hydraulische Vierkolben-Scheibenbremsen, Post Mount
Bremsscheiben: SRAM HS2, 200 mm vorne und hinten, 6-Loch
Laufräder: DT Swiss EXC1501 Spline, Carbon, 30 mm Maulweite, SRAM XD, 6-Loch
Laufradgröße: Mullet, 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten
Reifen vorne: Schwalbe Magic Mary Evo, Super Trail, ADDIX Ultra Soft, tubeless-ready, 62-622
Reifen hinten: Schwalbe Big Betty, Super Trail, ADDIX Soft, tubeless-ready
Lenker: Renthal Fatbar 35, 800 mm, 30 mm Rise, 35 mm Klemmung
Vorbau: Renthal Apex, 35 mm Klemmung, 40 mm Länge
Steuersatz: Acros, integriert, ZS56/ZS56 mit BlockLock
Griffe: Lapierre, eloxiert, großer Durchmesser
Sattel: WTB Volt, Cromoly-Gestell, 142 mm
Sattelstütze: SRAM Reverb AXS, kabellos, 31,6 mm, 170 mm Hub
Pedale: XLC by VP
Lenkwinkel: 63,5 Grad
Sitzwinkel: 78 Grad
Zulässiges Gesamtgewicht: 120 kg
Lieferumfang: Rad, Steckachse mit integriertem Flaschenöffner, Werkzeugbox mit Tasche, Umbausatz für die zweite Hinterbau-Konfiguration
Hersteller-Artikelnummer: LSDTA350
Häufige Fragen
Was bringt der Umbausatz für den Hinterbau? Er verändert die Lage des Drehpunkts und damit den Weg, den das Hinterrad beim Einfedern nimmt. Die eine Konfiguration schluckt harte Kanten geschmeidiger, die andere fühlt sich beim Antritt direkter und lebendiger an. Wir besprechen mit dir, welche zu deinem Revier passt, und bauen sie um.
Sind Carbonfelgen an einem Enduro sinnvoll? Sie sparen Gewicht an der Stelle, an der es beim Beschleunigen und Umlegen am meisten zählt, und lassen sich gezielter auslegen als Aluminium. Der Unterschied liegt im Schadensfall: Alu bekommt eine Delle und hält meist noch, Carbon hält oder reißt. Sauberer Reifendruck und ein gutes Tubeless-Setup sind deshalb wichtig.
Für wen ist das Rad gedacht? Für Enduro, Bikepark und steile, technische Abfahrten. Mit 63,5 Grad Lenkwinkel und 180 mm Federweg ist es bergauf bewusst kein Vergnügen — wer überwiegend Touren fährt, ist mit einem Trailbike besser bedient. Wir sagen dir ehrlich, ob es zu deinem Einsatz passt.
Was bedeutet das Mullet-Setup? Vorn ein 29-Zoll-Laufrad für Laufruhe und besseres Überrollen, hinten 27,5 Zoll für ein kürzeres Heck. Bei steilen Abfahrten kommst du dadurch weiter hinter den Sattel, ohne anzustoßen.
Wie viele Akkus muss ich laden? Schaltwerk und Sattelstütze haben je einen eigenen Akku, und die beiden sind untereinander tauschbar. Wir zeigen dir bei der Übergabe, wie du den Ladestand im Blick behältst.
Fragen zu Größe oder Ausstattung? Bei einem Rad dieser Klasse lohnt sich das persönliche Gespräch — auch zur Abstimmung des Fahrwerks auf dein Gewicht. Ruf uns an unter 07171 929 556.
Fahrfertig geliefert: Alle Bikes werden bei uns zu rund 95 % vormontiert und vor dem Versand von unseren Mechanikern fachmännisch geprüft. So musst du nur noch wenige Handgriffe erledigen und kannst schnell aufs Rad.
Weitere Modelle findest du in unserer Kategorie Fahrräder und in der Lapierre Markenwelt. Für Fahrwerksservice, Setup und Inspektion ist unsere Werkstatt in Schwäbisch Gmünd für dich da.
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