Raymon Tarok Comp E-Fully Carbon, Avinox M2, Mullet 29/27,5 Zoll starwhite/granite
Raymon Tarok Comp
E-Mountainbike mit Carbon-Hauptrahmen und Avinox M2. 160 Millimeter Federweg vorn, 150 hinten, Mullet-Laufradsatz mit 29 Zoll vorn und 27,5 Zoll hinten. 700-Wh-Akku, Shimano Cues LinkGlide.
125 Newtonmeter — was das praktisch bedeutet
Das Comp trägt den Avinox M2, nicht den M2S der höheren Modelle. Das gehört eingeordnet — und die Einordnung fällt anders aus, als man erwartet.
Was der M2 leistet: 125 Newtonmeter Drehmoment und bis zu 1.100 Watt Spitzenleistung.
Was der M2S leistet: 150 Newtonmeter und bis zu 1.500 Watt.
Der entscheidende Vergleich ist aber ein anderer: Etablierte Full-Power-Motoren liegen bei 85 bis 100 Newtonmetern.
Was daraus folgt: Der vermeintlich kleinere Avinox-Antrieb liegt immer noch deutlich über dem, was als Full-Power-Standard gilt.
Was Sie davon merken: An steilen, technischen Anstiegen haben Sie erhebliche Reserven — auch aus dem Stand heraus.
Wann der M2S die bessere Wahl wäre: Wenn Sie regelmäßig an der absoluten Grenze fahren — sehr steile, verblockte Uphills oder Touren mit viel Zusatzgewicht.
Zu den zwei Leistungsangaben: 250 Watt und 1.100 Watt stehen nebeneinander und widersprechen sich nicht.
Was 250 Watt sind: Die Nenndauerleistung — die gesetzliche Grundlage dafür, dass das Rad als Pedelec gilt.
Was 1.100 Watt sind: Die kurzzeitige Spitzenleistung.
Was daraus folgt: Die Unterstützung endet bei 25 km/h. Das Rad ist ein Pedelec — keine Zulassung, kein Versicherungskennzeichen.
Der Hybridrahmen
Das ist der zweite Punkt, an dem das Comp vom Rest der Reihe abweicht.
Was verbaut ist: Ein Carbon-Hauptrahmen mit Aluminium-Hinterbau.
Zur Abgrenzung: Die höheren Modelle haben Haupt- und Hinterbau aus Carbon.
Warum Raymon das so löst: Der Hauptrahmen bestimmt die Steifigkeit und das Erscheinungsbild — dort zahlt sich Carbon am stärksten aus. Der Hinterbau ist stärker auf Robustheit als auf Gewicht ausgelegt.
Was daraus folgt: Das Rad bleibt bei der Fahrwerkscharakteristik der Plattform, kostet aber deutlich weniger.
Was Sie in Kauf nehmen: Etwas mehr Gewicht am Heck.
Ein ehrlicher Hinweis: An einem Rad, das ohnehin über 20 Kilogramm wiegt, fällt das weniger ins Gewicht als der Preisunterschied.
Das Mullet-Setup
Was verbaut ist: Vorn 29 Zoll, hinten 27,5 Zoll.
Was das große Vorderrad bringt: Es rollt flacher über Wurzeln und Kanten und läuft bei höherem Tempo ruhiger.
Was das kleinere Hinterrad bringt: Der Hinterbau kann kürzer bauen. Das Rad lässt sich leichter um enge Kehren bringen — und es ist mehr Freiraum da, um den Körper hinter den Sattel zu verlagern.
Ein wichtiger Hinweis für den Reifenkauf: Vorn brauchen Sie 29 Zoll (ETRTO 622), hinten 27,5 Zoll (ETRTO 584).
Zum Lenkwinkel: 64 Grad — ein flacher Wert, wie man ihn sonst eher bei Enduro-Rädern findet.
Was daraus folgt: Viel Laufruhe bei hohem Tempo und Sicherheit in steilem Gelände — dafür etwas mehr Kraftaufwand in engen Kehren.
Shimano Cues LinkGlide
Das ist die Antwort auf die Verschleißfrage.
Das Problem an einem E-MTB: Der Motor bringt erhebliches Drehmoment auf die Kette. Antriebsteile verschleißen dort deutlich schneller als am unmotorisierten Rad.
Was LinkGlide ändert: Die Ritzel haben eine andere Zahnform und dickere Zähne. Die Kette wird beim Gangwechsel über einen längeren Weg geführt.
Was Sie davon merken: Der Gangwechsel läuft etwas gemächlicher ab — dafür sauberer unter Last. Und die Kassette hält erheblich länger.
Zur Cues-Reihe: Sie ist Shimanos Einstiegs- und Mittelklassegruppe.
Was daraus folgt: Die Schaltfunktion ist dieselbe wie bei höheren Gruppen. Der Unterschied liegt in Gewicht, Lagerung und Verarbeitung.
Ein wichtiger Hinweis zu Ersatzteilen: LinkGlide-Kassetten und -Ketten sind nicht mit gewöhnlichen 11-fach-Teilen austauschbar. Achten Sie bei Ersatz auf die Kennzeichnung — wir führen sie.
Fahrwerk und Bremsen
Vorn: RockShox Psylo Silver RC mit 160 Millimetern Federweg, Luftfeder.
Hinten: RockShox Deluxe Select mit 150 Millimetern.
Ein Hinweis zur Einordnung: Die Federwegsmaße sind über alle Tarok-Modelle identisch. Der Unterschied zu den höheren Varianten liegt in den Einstellmöglichkeiten der Dämpfung, nicht im Federweg.
Ein wichtiger Punkt: Die Abstimmung ab Werk ist ein Ausgangspunkt, kein Endzustand.
Was eingestellt gehört: Luftdruck vorn und hinten auf Ihr Gewicht, danach die Zugstufe.
Warum das der wichtigste Schritt ist: Ein Fahrwerk, das nicht zu Ihrem Gewicht passt, arbeitet entweder zu weich oder zu hart — das ändert mehr am Fahrverhalten als jedes Bauteil.
Wir stimmen es bei der Übergabe ab.
Die Bremsen: Tektro Orion mit vier Kolben und 203-Millimeter-Scheiben vorn und hinten.
Warum so große Scheiben: Ein E-MTB dieser Klasse wiegt erheblich. Große Scheiben bringen nicht nur mehr Verzögerung, sondern vor allem Wärmereserve auf langen Abfahrten.
Das Display
Was verbaut ist: Ein Avinox DPC100.
Ein wichtiger Unterschied zu den höheren Modellen: Das Comp nutzt Apple Find My zur Ortung, nicht die LTE-Verbindung des DP100.
Was das praktisch bedeutet:
Bei Find My meldet sich das Rad über andere Apple-Geräte in der Umgebung.
Bei LTE hätte das Rad eine eigene Mobilfunkverbindung und wäre unabhängig davon.
Was daraus folgt: In besiedeltem Gebiet funktioniert Find My gut. In abgelegenen Gegenden kann es länger dauern, bis eine Position vorliegt.
Ein ehrlicher Hinweis: Ortung ersetzt kein Schloss. Sie hilft nach einem Diebstahl, verhindern kann sie ihn nicht.
Zum Akku und Laden
Der Akku: Avinox HighPower mit 700 Wattstunden, im Unterrohr integriert.
Ein Punkt, der für das Comp spricht: Die Akkukapazität ist über die gesamte Tarok-Reihe identisch — 700 Wattstunden in allen Modellen.
Was daraus folgt: Beim Einstiegsmodell wird nicht an der Reichweite gespart.
Zum Ladegerät: Das Comp wird mit einem 4-Ampere-Gerät ausgeliefert.
Ein Hinweis dazu: Ein 12-Ampere-Schnellladegerät ist nachrüstbar — die Schnellladefähigkeit ist bei allen Tarok-Modellen vorhanden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie es dazu möchten.
Zur Reichweite: Verlässliche Kilometerangaben sind bei einem E-MTB nicht möglich. Höhenmeter, Untergrund, Gewicht und Unterstützungsstufe wirken zu stark. Nennen Sie uns Ihre typische Runde, dann ordnen wir es ein.
Die Reifen
Was verbaut ist: Schwalbe Nobby Nic.
Was das Profil auszeichnet: Ein Allround-Stollenprofil, das auf wechselndem Untergrund funktioniert — Waldboden, Schotter, festgefahrene Wege.
Zur Abgrenzung: Die höheren Tarok-Modelle fahren Continental Kryptotal mit verstärkter Enduro-Karkasse.
Was daraus folgt: Der Nobby Nic rollt leichter, ist aber bei Durchschlägen empfindlicher.
Ein praktischer Hinweis: Wenn Sie überwiegend in felsigem Gelände unterwegs sind, lohnt ein Reifen mit stabilerer Karkasse. Wir beraten Sie dazu.
RAYMON Care — lebenslange Rahmengarantie
Was Raymon ausweist: Eine lebenslange Garantie auf Rahmen und Rahmensets, einschließlich Ketten- und Sitzstreben.
Für welche Räder: Alle Modelle ab Modelljahr 2025.
Was ausgenommen ist: Verschleißteile wie Dämpfer, Federgabeln und Lagerungen sowie Lackierungen und Dekore.
Ein wichtiger Punkt zur Voraussetzung: Die Garantie gilt für den Erstbesitzer — und das Rad muss innerhalb von 90 Tagen nach dem Kauf registriert werden.
Wir weisen bei der Übergabe darauf hin.
Ausstattung im Überblick
Modell: Raymon Tarok Comp
Art: vollgefedertes E-Mountainbike
Rahmen: HSC Carbon-Hauptrahmen mit AL61-T6 Aluminium-Hinterbau, 150 mm Federweg, interne Leitungsführung, Ständeraufnahme an der Kettenstrebe
Lenkwinkel: 64 Grad
Motor: Avinox M2 — 250 W Nennleistung, bis 1.100 W Spitzenleistung, 125 Nm
Akku: Avinox HighPower, 700 Wh, im Unterrohr integriert
Display: Avinox DPC100 mit Apple Find My
Ladegerät: 4 A — 12-A-Schnellladegerät nachrüstbar
Gabel: RockShox Psylo Silver RC Air, 160 mm
Dämpfer: RockShox Deluxe Select, 150 mm
Schaltung: Shimano Cues LinkGlide, 1 × 11
Bremsen: Tektro Orion M6041, 4 Kolben
Bremsscheiben: 203 mm vorn und hinten
Laufradkonzept: Mullet — 29 Zoll vorn, 27,5 Zoll hinten
Reifen: Schwalbe Nobby Nic
Sattelstütze: Raymon Dropper, absenkbar
Garantie: RAYMON Care — lebenslange Rahmengarantie bei Registrierung innerhalb von 90 Tagen
Gewicht und zulässiges Gesamtgewicht: nicht ausgewiesen — auf Anfrage
Nicht enthalten: Pedale, Schutzbleche, Gepäckträger
Beleuchtung: nicht montiert — Nachrüstung für die StVZO erforderlich
Häufige Fragen
Sind 125 Nm weniger als bei den höheren Modellen? Ja, die tragen 150 Nm. Zur Einordnung: Etablierte Full-Power-Motoren liegen bei 85 bis 100 Nm — der M2 liegt also deutlich darüber.
Was bedeutet Hybridrahmen? Carbon-Hauptrahmen mit Aluminium-Hinterbau. Die Fahrwerkscharakteristik bleibt gleich, der Preis liegt deutlich niedriger.
Hat das Comp einen kleineren Akku? Nein. Alle Tarok-Modelle haben 700 Wattstunden — beim Einstiegsmodell wird an der Reichweite nicht gespart.
Kann ich schneller laden? Ja. Das Rad wird mit einem 4-A-Gerät ausgeliefert, ein 12-A-Schnellladegerät ist nachrüstbar.
Wie funktioniert die Ortung? Über Apple Find My — das Rad meldet sich über andere Apple-Geräte in der Umgebung. Die höheren Modelle haben zusätzlich eine eigene LTE-Verbindung.
Fragen zu Größe oder Ausstattung? Rufen Sie uns an unter 07171 929 556 oder schreiben Sie an vertrieb@nubuk-bikes.de. Wir stimmen das Fahrwerk bei der Übergabe auf Ihr Gewicht ab.
Fahrfertig geliefert: Alle Räder werden bei uns zu rund 95 Prozent vormontiert und vor dem Versand von unseren Mechanikern geprüft.
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