KASK Protone WG11 Rennradhelm, Black matt, Größe 62
KASK Protone – der Klassiker im Profipeloton
Der Protone ist KASKs bekanntester Rennradhelm und seit Jahren im Profipeloton im Einsatz. Er ist auf eine Balance aus Aerodynamik und Belüftung ausgelegt und trägt die WG11-Prüfung.
Aerodynamik und Belüftung – wofür der Protone steht
Ein Zeitfahrhelm entscheidet sich klar für die Aerodynamik: glatte, geschlossene Schale, wenig Belüftung. Ein klassischer Kletterhelm macht es umgekehrt. Der Protone sitzt bewusst dazwischen — er hat eine geschlossene Oberschale, die Luft sauber ableitet, und gleichzeitig Kanäle, die Fahrtwind über die Kopfhaut führen.
Für die Praxis heißt das: Er funktioniert auf der flachen Runde ebenso wie am langen Anstieg, wo man langsam fährt und wenig Fahrtwind hat. Genau deshalb fahren ihn Profis auf Etappen, bei denen sie nicht zwischen zwei Helmen wechseln wollen — und genau deshalb ist er für Hobbyfahrer, die einen Helm für alles suchen, die naheliegende Wahl.
WG11 – warum KASK eigene Tests fährt
Helme werden nach der Norm EN 1078 geprüft. Diese Norm testet aber ausschließlich den geraden Aufprall — sie misst, wie gut der Helm Energie aufnimmt, wenn er senkrecht auf eine Fläche trifft. Reale Stürze verlaufen selten so: Man rutscht, und der Kopf trifft schräg auf. Dabei entstehen Rotationskräfte, die das Gehirn im Schädel verdrehen — die Hauptursache für Gehirnerschütterungen.
KASK hat für dieses Szenario ein eigenes Prüfprotokoll entwickelt: WG11. Es misst die Rotationsbeschleunigung bei schrägem Aufprall und ergänzt damit das, was die Norm nicht abdeckt. Andere Hersteller lösen dasselbe Problem mit einer beweglichen Zwischenschicht wie MIPS; KASK arbeitet stattdessen an Schalenform und Innenaufbau und weist die Wirkung über eigene Tests nach.
Was davon im Alltag ankommt: kein zusätzliches Bauteil im Helm, kein Extragewicht und keine Schicht, die beim Aufsetzen mitgeht — der Schutz steckt in der Konstruktion selbst.
Der Kinnriemen und die Pflege
KASK verwendet einen Kinnriemen mit Lederauflage. Der Grund ist praktisch: Ein Nylonband scheuert bei langen Fahrten am Kiefer und saugt sich mit Schweiß voll. Leder liegt weicher an und nimmt Feuchtigkeit anders auf.
Riemen und Innenpolster sollten gelegentlich gereinigt werden — Schweiß und Sonnencreme setzen jedem Material zu. Das Polster lässt sich zum Waschen entnehmen.
Passform und Sicherheit
Bei einem Helm entscheidet die Passform über die Schutzwirkung. Er muss so sitzen, dass er sich bei geöffnetem Riemen nicht verschieben lässt — weder nach vorn noch zur Seite. Ein zu großer Helm verrutscht im Sturz und schützt dann nicht dort, wo er soll.
Miss deinen Kopfumfang etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen an der breitesten Stelle. Und ein Helm, der einmal einen harten Schlag abbekommen hat, gehört ersetzt — auch ohne sichtbaren Schaden, denn die Dämpfungsstruktur im Inneren wirkt nur einmal.
Technische Daten
Produkt: Rennradhelm
Modell: KASK Protone WG11
Prüfung: EN 1078 sowie KASK WG11 gegen Rotationskräfte
Auslegung: Aerodynamik und Belüftung ausgewogen
Kinnriemen: mit Lederauflage
Größe: 62
Farbe: Black matt
Häufige Fragen
Was ist WG11? KASKs eigenes Prüfprotokoll für schräge Aufpralle. Es misst Rotationskräfte, die die Norm EN 1078 nicht abdeckt.
Braucht der Helm MIPS? KASK löst dasselbe Problem über Schalenform und Innenaufbau statt über eine bewegliche Zwischenschicht – nachgewiesen über die WG11-Tests.
Für welchen Einsatz eignet sich der Protone? Für alles auf der Straße: flache Runden, lange Anstiege, Rennen. Er legt sich nicht auf einen Zweck fest.
Wie messe ich meinen Kopfumfang? Mit einem Maßband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen an der breitesten Stelle.
Was, wenn der Helm einmal gestürzt ist? Ersetzen – auch ohne sichtbaren Schaden. Die Dämpfungsstruktur wirkt nur einmal.
Fragen zur Größe oder Passform? Wir beraten dich gern zur passenden Größe – schreib uns einfach deinen Kopfumfang.
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