Centurion Backfire Carbon 3000 HP2 Carbon-Hardtail 29 Zoll mit Sram GX Eagle, Sunset/Carbon
Centurion Backfire Carbon 3000 HP2
Ein Carbon-Hardtail für Cross-Country und Training — mit RockShox SID Select+, Sram GX Eagle in 1×12, Magura MT4 Bremsen und DT Swiss XR1700 Spline Laufrädern. Rund 9,6 Kilogramm. In Sunset/Carbon.
Wofür ein Hardtail gemacht ist
Ein Hardtail hat eine Federgabel vorn und einen ungefederten Hinterbau — und das ist eine bewusste Entscheidung, keine Sparmaßnahme.
Was dafür spricht:
Die Kraftübertragung. Ohne Hinterbaufederung geht keine Tretkraft in eine Federbewegung — am Anstieg und im Antritt kommt alles am Hinterrad an.
Das Gewicht. 9,6 Kilogramm sind für ein Mountainbike wenig. Ein vergleichbar ausgestattetes Fully liegt mehrere Kilogramm darüber — und das spürt man bei jedem Höhenmeter.
Und der Wartungsaufwand. Kein Dämpfer, keine Hinterbaulager. Was nicht da ist, kann nicht verschleißen.
Was Sie dafür in Kauf nehmen: Im technischen Gelände arbeitet der Hinterbau nicht mit. Man muss aktiver fahren, mehr aus dem Sattel gehen und Linien sauberer wählen.
Für wen das passt: Für Cross-Country und Marathon, für strukturiertes Training — und für alle, die schnelle Runden auf Wald- und Schotterwegen fahren.
Der Carbonrahmen
Der Rahmen ist aus Carbon gefertigt, ausgelegt für 29-Zoll-Laufräder.
Was Carbon in dieser Anwendung leistet: Der Werkstoff lässt sich gerichtet aufbauen — steif dort, wo Kraft übertragen wird, und nachgiebiger dort, wo Komfort gefragt ist.
Warum das gerade beim Hardtail zählt: Der Hinterbau ist die einzige Stelle, an der Komfort entstehen kann. Ein gut abgestimmter Carbonhinterbau nimmt Vibrationen auf, ohne beim Antritt nachzugeben — das ist bei einem Aluminiumrahmen schwerer zu erreichen.
Die technischen Eckdaten:
Steuerrohr 1 1/8 auf 1,5 Zoll — also tapered. Unten größer für Steifigkeit dort, wo die Kräfte der Gabel wirken.
Ausfallende 12 × 148 mm — Boost. Die weiter außen stehenden Nabenflansche ergeben ein steiferes Laufrad, was bei 29 Zoll besonders relevant ist.
Und die Bremsaufnahme in 160 mm Postmount.
Ein Hinweis zur Sattelstützklemme: Sie hat 34,9 Millimeter. Das ist der Außendurchmesser des Sitzrohrs — nicht der Durchmesser der Sattelstütze, die deutlich dünner ist.
Die Gabel: RockShox SID Select+
Die SID ist RockShox' Cross-Country-Gabel — und die Select+ ist die gehobene Ausstattungsstufe darunter.
100 Millimeter Federweg sind der klassische XC-Wert. Genug, um Wurzeln und Steine zu schlucken, wenig genug, um die Front tief und die Geometrie sportlich zu halten.
Der 2-Positions-Fernlockout ist das Merkmal, das im Rennbetrieb zählt.
Was er leistet: Über einen Hebel am Lenker lässt sich die Gabel blockieren — ohne die Hand vom Lenker zu nehmen.
Wo das gebraucht wird: Auf Asphalt, auf glatten Forstwegen und im Wiegetritt am Anstieg. Eine blockierte Gabel wippt nicht mit, und die Tretkraft geht vollständig in den Vortrieb.
Und der Rake von 44 Millimetern — der Gabelvorlauf — bestimmt zusammen mit dem Lenkwinkel das Lenkverhalten. 44 mm ist bei 29 Zoll der Wert für ein direktes, aber nicht nervöses Einlenken.
Der Antrieb: Sram GX Eagle 1×12
Das Rad fährt einen 1-fach-Antrieb mit zwölf Gängen — ein Kettenblatt vorn, kein Umwerfer.
Was die Bandbreite ausmacht: Die 10-52er Kassette deckt einen Bereich ab, für den früher zwei oder drei Kettenblätter nötig waren.
Was das praktisch bedeutet: Das 10er-Ritzel gibt oben genug Übersetzung für schnelle Passagen — das 52er unten reicht für steile Anstiege, auch mit Gepäck.
Warum 1-fach sich durchgesetzt hat:
Weniger Bauteile. Kein Umwerfer, kein linker Schalthebel, kein zweiter Zug — weniger, was klemmen oder sich verstellen kann.
Und eine einfachere Bedienung. Man denkt nicht mehr über Kettenblätter nach, sondern schaltet in eine Richtung.
Das Kettenblatt hat 32 Zähne in Narrow-Wide-Verzahnung — abwechselnd schmale und breite Zähne, die passgenau in die Kettenglieder greifen. Dadurch bleibt die Kette auch ohne Kettenführung auf dem Blatt.
Zur Kurbellänge: Sie richtet sich nach der Rahmengröße — 170 mm bei XS, 175 mm bei den übrigen Größen.
Die Bremsen: Magura MT4
Hydraulische Scheibenbremsen mit 180 Millimetern vorn und 160 hinten.
Warum die Scheiben vorn größer sind: Beim Bremsen verlagert sich das Gewicht nach vorn. Das Vorderrad überträgt den Großteil der Bremskraft — und eine größere Scheibe nimmt mehr Wärme auf.
Zur Einordnung: Die Kombination 180/160 ist bei einem XC-Hardtail dieser Gewichtsklasse die passende Abstimmung. Größere Scheiben wären beim Gewicht und beim Einsatzzweck überdimensioniert.
Zu den Belägen: Verbaut sind Storm HC Performance-Beläge.
Und Magura arbeitet mit Mineralöl — nicht mit DOT. Das ist beim Service relevant: Die beiden Medien dürfen nicht verwechselt werden, weil die Dichtungen jeweils darauf abgestimmt sind.
Laufräder und Reifen
Der Laufradsatz ist ein DT Swiss XR1700 Spline — und das ist bei einem Rad dieser Preisklasse ein bemerkenswerter Posten.
Warum: Laufräder sind das Bauteil, an dem am ehesten gespart wird — und zugleich das, dessen Qualität man am unmittelbarsten spürt. Rotierende Masse wirkt sich bei jeder Beschleunigung aus.
Die Eckdaten: Einbaumaße 15 × 110 vorn und 12 × 148 hinten, also Boost. Maulweite 25 Millimeter und tubeless ready.
Zur Bereifung: Vorn ein Continental Cross King, hinten ein Race King — jeweils 29 × 2,20 Zoll mit Black-Chilli-Mischung und Protection-Karkasse.
Warum vorn und hinten unterschiedlich: Der Cross King hat das ausgeprägtere Profil und gibt vorn Seitenführung, wo der Grip über den Sturz entscheidet.
Der Race King ist flacher profiliert und rollt leichter — hinten, wo Rollwiderstand direkt Watt kostet.
Das ist eine klassische XC-Abstimmung und zeigt, dass das Rad auf Effizienz ausgelegt ist.
Ein Hinweis zu tubeless: Laufräder und Reifen sind vorbereitet, werden ab Werk aber in aller Regel mit Schlauch geliefert. Der Umbau lohnt sich — er erlaubt niedrigeren Druck und mehr Grip, und Durchschläge entfallen. Wir rüsten das gern für Sie um.
Zur Rahmengröße
Bei einem Rad dieser Preisklasse ist die Größe die wichtigste Entscheidung — und sie lässt sich hinterher nicht ändern.
Was die Rahmengröße bestimmt: Vor allem die Reichweite, also den Abstand zwischen Tretlager und Lenker. Die Sattelhöhe wird über die Sattelstütze eingestellt, nicht über den Rahmen.
Was das bedeutet: Zwei benachbarte Größen kommen für viele Fahrer infrage. Die kleinere fährt sich wendiger, die größere laufruhiger — die Wahl hängt vom Einsatz ab, nicht nur von der Körpergröße.
Und bei einem XC-Hardtail kommt hinzu: Die sportliche Geometrie bedeutet eine gestrecktere Position als bei einem Trailbike. Wer das nicht gewohnt ist, sollte es vor dem Kauf gefahren sein.
Vereinbaren Sie gern einen Termin in Schwäbisch Gmünd. Wir stellen Ihnen das Rad in der passenden Größe bereit und richten Sitzposition und Fahrwerk auf Ihr Gewicht ein.
9,6 Kilogramm – die Einordnung
9,6 Kilogramm sind für ein Mountainbike ein niedriger Wert.
Zur Einordnung: Ein Alu-Hardtail dieser Ausstattungsklasse liegt bei 11 bis 12 Kilogramm, ein XC-Fully bei 11 bis 13.
Wo sich das bemerkbar macht:
Am Anstieg. Jedes Kilogramm muss über jeden Höhenmeter gehoben werden — über eine Tour summiert sich das erheblich.
Beim Beschleunigen. Besonders in technischen Passagen, wo man ständig aus der Verzögerung heraus antritt.
Und beim Tragen. Über einen Zaun, eine Treppe hinauf, auf den Autoträger.
Ein Hinweis zur Angabe: Das Gewicht bezieht sich auf eine mittlere Rahmengröße und ist ohne Gewähr. Kleinere Rahmen liegen darunter, größere darüber — und Pedale sind bei Herstellerangaben in der Regel nicht enthalten.
Ausstattung im Überblick
Rahmen: Carbon PCF Fiber, 29 Zoll, Steuerrohr 1 1/8 auf 1,5 Zoll, Ausfallende 12 × 148 mm, Bremsaufnahme 160 mm Postmount, Rahmenkennung MRFM06-N-XX
Gabel: RockShox SID Select+, 100 mm Federweg, 1,5 Zoll tapered, Rake 44 mm, 2-Positions-Fernlockout
Sattelstützklemme: Procraft SC119A, 34,9 mm
Bremse vorn: Magura MT4 mit Storm-HC-Performance-Belägen, Scheibe 180 mm, 6-Loch
Bremse hinten: Magura MT4 mit Storm-HC-Performance-Belägen, Scheibe 160 mm, 6-Loch
Schaltwerk: Sram GX Eagle, 1×12
Schalthebel: Sram GX Eagle Trigger mit Matchmaker-Schelle
Kassette: Sram GX Eagle XG-1275, 10–52 Zähne
Kette: Sram NX Eagle
Kurbelgarnitur: Sram GX Eagle, 32 Zähne, Narrow-Wide — Länge 170 mm (XS), 175 mm (S/M, M/L, XL)
Innenlager: Sram PressFit DUB BB92
Laufradsatz: DT Swiss XR1700 Spline, 15 × 110 vorn, 12 × 148 hinten, Maulweite 25 mm, tubeless ready
Reifen vorn: Continental Cross King, 29 × 2,20 Zoll, Black Chilli, Protection, tubeless ready
Reifen hinten: Continental Race King, 29 × 2,20 Zoll, Black Chilli, Protection, tubeless ready
Gewicht: ca. 9,6 kg, gemessen bei mittlerer Rahmengröße, ohne Gewähr
Farbe: Sunset / Carbon
Einsatzbereich: Cross-Country, Marathon, Training und schnelle Touren
Rahmengrößen: siehe Auswahl
Hersteller-Artikelnummer: 8421601300
Häufige Fragen
Welche Rahmengröße brauche ich? Die Größe bestimmt vor allem die Reichweite zum Lenker. Zwei benachbarte Größen kommen für viele Fahrer infrage — die kleinere fährt wendiger, die größere laufruhiger. Am besten probefahren.
Hardtail oder Fully? Ein Hardtail überträgt die Tretkraft direkter, ist leichter und wartungsärmer. Ein Fully bietet im technischen Gelände mehr Reserven. Für XC, Training und schnelle Touren ist das Hardtail die effizientere Wahl.
Wofür ist der Fernlockout an der Gabel? Er blockiert die Gabel über einen Hebel am Lenker — auf Asphalt, glatten Forstwegen und im Wiegetritt geht die Tretkraft dann vollständig in den Vortrieb.
Warum sind vorn und hinten unterschiedliche Reifen montiert? Der Cross King vorn gibt Seitenführung, wo der Grip über den Sturz entscheidet. Der Race King hinten rollt leichter, wo Rollwiderstand Watt kostet.
Kann ich auf tubeless umrüsten? Ja, Laufräder und Reifen sind vorbereitet. Der Umbau erlaubt niedrigeren Druck und mehr Grip — wir rüsten das gern für Sie um.
Probefahrt und Beratung in Schwäbisch Gmünd: Wir stellen Ihnen das Rad in der passenden Größe bereit, richten Sitzposition und Fahrwerk auf Ihr Gewicht ein und übergeben es fahrfertig. Telefonisch erreichbar unter 07171 929 556.
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